Tim K.: Familie des Amokläufers weggezogen
Aktualisiert

Tim K.Familie des Amokläufers weggezogen

Die Familie des Amokschützen Tim K. wohnt nicht mehr in Leutenbach bei Winnenden. Gegen den Vater läuft weiterhin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung.

«Seit Anfang dieser Woche sind sie nicht mehr Bürger der Gemeinde», sagte der Leutenbacher Bürgermeister Jürgen Kiesl in einem Interview mit der «Waiblinger Kreiszeitung», «die Familie hat alles verloren, ihr Kind, ihr Haus und ihre Heimat. Sie muss damit leben, dass ihr Kind furchtbares Leid über andere gebracht hat», so der Bürgermeister weiter.

Kiesl sagte, er habe nach dem Amoklauf auch der Familie des Täters einen Kondolenzbrief geschrieben. Es sei viel gesprochen worden im Ort. «Die Wucht der Ablehnung hat mich selbst überrascht. Aber eine Rückkehr ist auch aus Sicht der Familie K. undenkbar», sagte Kiesl.

Bei seinem Amoklauf am 11. März hatte der 17-jährige Tim K. in seiner ehemaligen Schule in Winnenden und bei seiner Flucht 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte sein Vater im Einfamilienhaus im Ortsteil Weiler zum Stein im Schlafzimmer unverschlossen herumliegen lassen. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der Unternehmer, der in einem Nachbarort eine Firma betreibt, hatte als Mitglied des Schützenvereins Leutenbach 16 Waffen.

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