Florida: Familie erhält nach Tod von Vater 4 Dollar
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FloridaFamilie erhält nach Tod von Vater 4 Dollar

Gregory Hill wurde 2014 von Polizisten erschossen. Die hinterbliebene Familie soll nun die Minimalentschädigung erhalten.

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bla
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Gregory Hill und Monique Davis mit ihren Töchtern Destiny and Aryanna.

Gregory Hill und Monique Davis mit ihren Töchtern Destiny and Aryanna.

www.gofundme.com/justice-for-gregory-hill
Der 30-Jährige wurde im Januar 2014 von Polizisten erschossen. Es ging um zu laute Musik. Die...

Der 30-Jährige wurde im Januar 2014 von Polizisten erschossen. Es ging um zu laute Musik. Die...

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...Polizisten feuerten durch das geschlossene Garagentor. Eine Kugel traf Hill in den Kopf.

...Polizisten feuerten durch das geschlossene Garagentor. Eine Kugel traf Hill in den Kopf.

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Die Familie eines von der Polizei in den USA erschossenen Afroamerikaners ist von einem Geschworenengericht mit einer Entschädigung von gerade einmal vier Dollar abgespeist worden.

Und selbst diese Minimalsumme wurde ihr nachträglich gestrichen. Der Anwalt der Familie will gegen das Urteil nun in Berufung gehen, wie er am Donnerstag laut US-Medien ankündigte.

Der Fall datiert in den Januar 2014 zurück. Damals traf in Fort Pierce im US-Bundesstaat Florida die Polizei bei dem Haus des 30-jährigen Gregory Hill ein, weil sich eine Nachbarin über laute Musik aus dessen Garage beschwert hatte. Hill öffnete kurz die Garagentür und schloss sie dann wieder. Einer der beiden Polizisten feuerte dann vier Schüsse durch die geschlossene Tür ab, eine Kugel traf Hill in den Kopf.

Zu 99 Prozent selber verantwortlich für Tod

Der weisse Polizist führte an, dass der Mann eine Schusswaffe in der Hand gehalten habe. In der Gesässtasche des Toten wurde zwar eine Waffe gefunden, diese war allerdings ungeladen. Die Untersuchungen ergaben, dass Hill zum Zeitpunkt des Vorfalls betrunken war. Die Familie klagte gegen den Polizisten und seinen Chef.

Die Jury sprach den Hinterbliebenen dann in der vergangenen Woche einen Dollar als Beitrag zu ihren Beerdigungskosten zu. Zusätzlich gewährte sie jedem der drei Kinder des Toten ein Schmerzensgeld von jeweils einem Dollar. Hills Kinder sind heute sieben, zehn und 13 Jahre alt.

Die Geschworenen gelangten ausserdem zu dem Schluss, dass Hill zu 99 Prozent selber für seinen Tod verantwortlich sei, die Polizei hingegen nur zu einem Prozent. Die Entschädigung wurde daraufhin in einem nächsten Schritt von vier Dollar auf vier Cents reduziert. Da Hill betrunken gewesen war, wurden aber selbst die vier Cents nicht ausgezahlt.

50'000 Dollar auf Spenden-Seite

Der örtliche Polizeichef Ken Mascara zeigte sich hochzufrieden über das Urteil. Sein Beamter habe sich damals in einer «sehr schwierigen Situation» befunden und die «beste Entscheidung» für seine eigene Sicherheit sowie die des zweiten Polizisten und «der Öffentlichkeit» getroffen. Hills Familie ist hingegen nach dem Urteil «am Boden zerstört», wie deren Anwalt John Phillips sagte.

Inzwischen wurde eine Spendenkampagne für die Hinterbliebenen gestartet. Bis Sonntagmorgen wurden auf der Website «GoFundMe» mehr als 50'000 Dollar für die Familie gesammelt. Phillips rief zu weiteren Spenden auf. Die US-Öffentlichkeit solle sich besser gegenüber Hills drei Kindern verhalten «als die Jury», sagte er. (bla/afp)

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