Briten wütend: Familie Gaddafi hortet Olympia-Tickets
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Briten wütendFamilie Gaddafi hortet Olympia-Tickets

Millionen Briten schauen bei der Verteilung der Tickets für die Olympischen Spiele 2012 in London in die Röhre. Nicht so der Gaddafi-Clan. Er besitzt hunderte Eintrittskarten.

von
aeg

Die Olympischen Spiele 2012 in London stehen vor der Tür. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ganz Grossbritannien freut sich auf den Mega-Event und reisst sich um Tickets zu den Wettkämpfen. In den meisten Fällen vergebens. Denn die Tickets werden in grosser Anzahl an Auswärtige vergeben. Viele Diplomaten, Sponsoren und Vertreter des Olympischen Komitees kommen zum Zug.

Wie der Telegraph berichtet, gehört zu den glücklichen Ticket-Empfängern auch Libyen, oder besser: die Familie Gaddafi. Hunderte Tickets sind an die Familie des Wüsten-Diktators gesandt worden. Möglich wurde dies, weil Libyen weiterhin nicht aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ausgeschlossen wurde.

US-Luftangriffe über Tripolis

Während also britische Kampfflugzeuge Bomben über der Hauptstadt Tripolis abwerfen, sortieren Muammar Gaddafi und sein Sohn Mohammed (Chef des Libyschen Olympischen Komitees) ihre Olympia-Tickets. In England kocht die Volksseele.

Gaddafi zeigt sich im TV

Was plant Gaddafi?

Zum einen wird um die Sicherheit an den Spielen gefürchtet. Gaddafi-Getreue haben mit den Eintrittskarten freien Zugang zu den Sportstätten. Mit speziellen Olympia-Visa ist zudem während der Spiele die Einreise nach Grossbritannien erleichtert. Dies gilt für Athleten wie auch für Betreuer und Staatsvertreter.

Zum anderen bangen die Briten vor einem politischen Coup des Wüsten-Despoten, der sich in London bei einem vielbeachteten Auftritt inszenieren könnte, falls er dann überhaupt noch an der Macht sein wird. Wie der Telegraph schreibt, fürchten die Organisatoren, dass der Wirbel um Gaddafi den Ablauf der Spiele stören werde.

Allerdings steht hinter seiner Teilnahme ein grosses Fragezeichen. Denn für Muammar Gaddafi und seine Familie besteht seit Beginn der Krise ein Reiseverbot. Die britische Regierung wird aber trotzdem weitere Vorkehrungen treffen, dass kein Gaddafi England betritt.

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