Michael Jackson: Familie lässt Murray-Klage fallen
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Michael JacksonFamilie lässt Murray-Klage fallen

Überraschende Wende: Die Familie von Michael Jackson verzichtet darauf, Dr. Conrad Murray auf 70 Millionen Euro Wiedergutmachung zu verklagen.

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CoverMedia / cem

Die Hinterbliebenen von Michael Jackson verzichten auf eine Wiedergutmachung. Jacksons Familie hatte ursprünglich geplant, Dr. Conrad Murray auf eine Summe von knapp 90 Millionen Franken zu verklagen. Der ehemalige Leibarzt des Sängers wurde letzten Monat verurteilt, weil er die Schuld am Tod des King of Pop trägt, der im Juni 2009 an einer Propofol-Vergiftung starb.

Nun muss der Mediziner für vier Jahre ins Gefängnis und seine Lizenz als behandelnder Arzt abgeben. Wegen überlasteten Gefängnissen in Kalifornien wurde die Strafe aber bereits auf zwei Jahre verkürzt.

Neuer Prozess fallengelassen

Am Montag, den 22. Januar 2012, sollte nun ein neuer Prozess beginnen. Die Familie von Michael Jackson wollte eine Wiedergutmachung für den Verlust erstreiten - doch diesen Plan haben die Jacksons laut «TMZ» aufgegeben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Los Angeles bestätigte nun, dass die Klage zurückgezogen wurde und die Anhörung in dem Falle abgesagt worden sei. Weil Murray offenbar mittellos ist und nach dem Verlust seiner Zulassung und seiner Entlassung auch keine Möglichkeit mehr hat, als Arzt Geld zu verdienen, hätten die Jacksons entschieden, dass es den Aufwand nicht wert sei, etwas von Murray zu fordern.

Katherine und Joe, die Eltern von Michael Jackson, wollen nun gerichtlich gegen die Firma «AEG» vorgehen, die für die damals geplante «This is it»-Tour des Musikers verantwortlich war.

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