15.09.2020 09:28

Erwischt am ZollFamilie schmuggelte Gold und Silber im Wert von rund 750’000 Franken

Echten Schmuggler-Schwergewichten legte der Zoll an der Vorarlberger Grenze zu Ruggell (FL) kürzlich das Handwerk. Eine Familie wollte mit 66 Kilo Edelmetall einreisen. Es droht eine hohe Busse.

von
Adriel Monostori
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Der Zoll an der Vorarlberger Grenze präsentiert die Schmuggelware einer Familie.

Der Zoll an der Vorarlberger Grenze präsentiert die Schmuggelware einer Familie.

Zollamt 
In einem Auto wurden 66 Kilogramm Edelmetall gefunden.

In einem Auto wurden 66 Kilogramm Edelmetall gefunden.

Zollamt
Das Edelmetall hat einen Wert von insgesamt rund 700’000 Euro, was aktuell gut 750’000 Schweizer Franken entspricht.

Das Edelmetall hat einen Wert von insgesamt rund 700’000 Euro, was aktuell gut 750’000 Schweizer Franken entspricht.

Zollamt

Darum gehts

  • Eine Familie aus Tschechien schmuggelte Edelmetall.
  • Die Schmuggelware soll einen Wert von etwa 700’000 Euro haben.
  • Aufgeflogen ist die Familie am Zoll zwischen Ruggell (FL) und Feldkirch (A).
  • Nun droht eine hohe Busse, denn Werte ab 10’000 Euro müssen beim Zoll gemeldet werden.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – in diesem Fall blitzten den Beamten am Übergang Feldkirch-Wolfurt (Vorarlberg) in Richtung Schweiz 707 Barren Silber entgegen, als sie den Kofferraum eines Autos mit ächzenden Stossdämpfern öffneten. Die Besitzer der wertwollen Fracht, eine Familie aus Tschechien, hatten zuvor angegeben, nur 4000 Euro in Liechtenstein abgehoben zu haben und eigentlich nach Zürich zu wollen.

Zöllner hatten Zweifel

Beides glaubten die Zöllner nicht. Sie kontrollierten die Tasche der Tochter und stiessen auf eine Goldader: 74 Barren mit insgesamt 3,25 Kilo Gewicht stapelten sich bald vor ihnen. Gesamthaft wurden 74 Barren Gold und 707 Barren Silber mit einem Gewicht von insgesamt 66 Kilogramm beschlagnahmt. Die Zöllner gehen laut heute.at davon aus, dass die Familie mit ihrem Schatz im Wert von 700’000 Euro, was aktuell gut 750’000 Schweizer Franken entspricht, heim nach Tschechien wollte, ohne die Einfuhrgebühren von mehr als 96’700 Euro zu zahlen.

Auf die Schmuggler wartet nun eine enorme Busse, denn Werte ab 10’000 Euro müssen beim Zoll in Vorarlberg gemeldet werden. Der österreichische Finanzminister Gernot Blümel zeigt sich stolz: «Im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus ist die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen von wesentlicher Bedeutung.»

In einer ersten Fassung war von Gold und Silber mit einem Gewicht von 665 Kilogramm die Rede. Die korrekte Angabe ist 66 Kilogramm.

(heute.at)

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