Historische Partie: Familie Sulander gewinnt bei der Première
Aktualisiert

Historische PartieFamilie Sulander gewinnt bei der Première

Goalielegende Ari Sulander (42) ist erstmals gemeinsam mit Sohn Santtu (18) auf dem Eis gestanden. Die beiden Schweiz-Finnen besiegten dabei mit den GCK Lions den HC Thurgau mit 2:0.

von
Marcel Allemann
Strahlen nach dem ersten gemeinsamen Einsatz, einem Heimsieg gegen Thurgau: Santtu Sulander und Vater Ari.

Strahlen nach dem ersten gemeinsamen Einsatz, einem Heimsieg gegen Thurgau: Santtu Sulander und Vater Ari.

Er nahm mit Finnland an Olympischen Spielen und insgesamt sieben Weltmeisterschaften teil, wurde viermal finnischer Meister, gewann mit den ZSC Lions drei Meistertitel, die Champions League und den Victoria Cup. Ari Sulander hat in seiner langen und ruhmreichen Karriere eigentlich schon so viel Aufregenderes erlebt als diese NLB-Partie zwischen dem ZSC-Farmteam GCK Lions und dem Tabellenletzten Thurgau vor 415 Zuschauern in der bitterkalten Eishalle von Küsnacht.

Und trotzdem war dieser gestrige Match für «Sulo» ein ganz grosses Highlight. Ein Abend, den er niemals vergessen wird. Erstmals spielte die Goalie-Legende zusammen mit seinem Sohn Santtu im selben Team. «Ein Traum ist wahr geworden», strahlte Papa Sulander. Noch schöner machte diesen, dass sie auf Anhieb zusammen einen Sieg feiern konnten. Daddy Cool hexte die GCK Lions zum 2:0-Sieg, während sich vorne der Filius die Lunge aus dem Leib rannte. «Ich habe versucht, nicht zu oft daran zu denken, dass da mein Vater im Tor steht», erzählte Santtu, «die vielen Kameras, die plötzlich auf mich gerichtet waren, haben mich schon nervös genug gemacht. Das war ungewohnt für mich.»

Die Karriere von Ari neigt sich allmählich dem Ende zu, bei den ZSC Lions ist er derzeit nur noch zweite Wahl. Jene von Santtu nimmt dagegen allmählich Fahrt auf, gestern bestritt er sein fünftes NLB-Spiel. «Er hat nicht schlecht gespielt, einige Aktionen von ihm haben mir sehr gefallen», freute sich Papa Sulander. Doch wohin die Karriere seines Sohnes eines Tages führen wird, mag Ari nicht abschätzen: «Dafür ist es noch zu früh.»

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