Aktualisiert 17.03.2009 21:57

Rosemarie Fritzl

«Familie und Ehre ist alles, was mir bleibt»

Über 50 Jahre war Rosemarie Fritzl mit dem Inzest-Monster von Amstetten verheiratet. Dabei merkte sie nicht, dass ihr Mann 24 Jahre die gemeinsame Tochter Elisabeth im Keller gefangen hielt. Jetzt hat Rosemarie Fritzl ihr Schweigen gebrochen.

Rosemarie Fritzl heisst eigentlich nicht Rosmarie Fritzl. Zu gross ist die Schande, die sich mit dem Namen verbindet. Im Rahmen eines Opferschutzprogrammes wurden im letzten Jahr alle Fritzl-Opfer eine neue Identität gegeben.

Rosemarie zog bald darauf nach Linz. Sie bezog eine kleine Wohnung, die die Hälfte ihrer Rente verschlingt. «Ich weiss nicht, wohin mein Leben jetzt führt. Mein Leben ist ruiniert», sagt sie im Interview mit der britischen Zeitung «The Sun».

Sie habe kein Geld. «Mein Stolz und meine Familie ist alles, was mir noch bleibt. Alles was ich wünsche, ist meine Familie zu behalten.»

Eine kleine Rente

Rosemarie Fritzl verlässt seit dem Auffliegen ihres Ehemannes die Wohnung nur noch selten. Die Einkäufe werden ihr ins Haus geliefert, Besucher empfängt sie kaum noch. «Ich will alleine gelassen werden», sagt sie.

Die Rente von Rosemarie Fritzl ist nicht gross. «Sie musste sogar selber für die Unkosten der Namensänderung aufkommen», erzählt ihre Schwester Christine. Die Ausgaben dürften ihr aber recht sein, denn: «Sie will nichts mehr mit Josef zu tun haben», sagt Christine.

(kle)

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