Busdrama im Wallis: Familien können Unfall-Video schauen

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Busdrama im WallisFamilien können Unfall-Video schauen

Die Familien der 28 Todesopfer des Carunglücks von Siders können das von der Tunnelkamera aufgenommene Filmmaterial über den Unfall anschauen. Die Bilder wurden der belgischen Staatsanwaltschaft übermittelt.

Mit der Möglichkeit, das Video des Unfalls anzuschauen, werde gegenüber den Opferfamilien grösstmögliche Transparenz geübt, sagte der zuständige Walliser Staatsanwalt Olivier Elsig gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Visionierung des Filmmaterials stehe allen Opferfamilien offen, nicht nur jenen, welche Zivilklagen erhoben hätten.

Den zivil klagenden Familien stehen noch weitere sensible Daten der Ermittlungsarbeit zur Verfügung. So haben sie Zugang zu den Röntgenbildern ihrer Kinder. Es sei normal, dass die Eltern wissen wolletn, an welchen Verletzungen ihre Kinder gestorben seien, sagte Staatsanwalt Elsig dazu.

Am 13. März 2012 verunfallte ein belgischer Reisecar im Sierre-Tunnel im Kanton Wallis. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben: 22 belgische und niederländische Kinder, deren Lehrer sowie beide Buschauffeure. 24 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Das Carunglück von Siders war das schwerste Busunglück der Schweiz seit 30 Jahren. (sda)

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