Aktualisiert 25.05.2010 19:14

FC Luzern

Fanarbeiter setzt sich für Extrazüge ein

Die SBB will Fussballfans künftig nicht mehr in Extrazügen befördern. Jetzt wehrt sich die FCL-Fanarbeit gegen diesen Plan.

von
Matthias Giordano
FCL-Fanarbeiter Christian Wandeler wehrt sich gegen die Abschaffung der Extrazüge. (mgi)

FCL-Fanarbeiter Christian Wandeler wehrt sich gegen die Abschaffung der Extrazüge. (mgi)

«Ohne Extrazüge werden die Fans auf die regulären Züge umsteigen», befürchtet FCL-Fanarbeiter Christian Wandeler. Dieses Szenario würden sich aber weder die SBB noch die Fans wünschen. Den Vorwurf der SBB, dass bei Extrazügen regelmässig Schäden und Mehrkosten entstünden, weist Wandeler ab: «Bei den jährlichen Auswertungen der SBB sieht man, dass beim FCL praktisch keine Schäden oder Prob­leme entstanden sind.» Dies sei so, weil die Fans selbst in die Pflicht genommen würden. So würden etwa die Extrazüge von den FCL-Anhängern selbst organisiert. «Es ist somit auch im Interesse der Fans, dass es keine Probleme in den Zügen gibt», so Wandeler weiter. Er wünscht sich deshalb, dass sich die SBB auf jene Klubs beschränken, bei denen es nicht so gut laufe.

Die SBB will laut Sprecher Roman Marti nicht einzelnen Klubs den schwarzen Peter zuschieben. «Die Idee ist, dass Klubs und Fans Züge mieten und damit für Schäden und zusätzliche Reinigungskosten aufkommen», sagt Marti.

Wandeler zweifelt an der Machbarkeit dieser Idee. «Das wäre für die Fans ein zu gros­ser administrativer Aufwand.» Anfang Juni treffen sich Fanarbeit und SBB für einen Jahresrückblick. Wandeler will dies nutzen, um das Thema Extrazüge nochmals zu besprechen.

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