Abfälle verstopfen Pumpen und Abwasserleitungen – «Fanden schon kleinere Tierkadaver» – Winterthur startet WC-Kampagne
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Abfälle verstopfen Pumpen und Abwasserleitungen«Fanden schon kleinere Tierkadaver» – Winterthur startet WC-Kampagne

Windeln, Speisereste oder auch mal kleinere Tierkadaver: Was häufig in Winterthurer Toiletten landet, gehört definitiv nicht dort hinein.

von
Lynn Sachs
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Am Montag startete die Stadt Winterthur die Kampagne «(s)hit happens: Das gehört ins WC».

Am Montag startete die Stadt Winterthur die Kampagne «(s)hit happens: Das gehört ins WC».

Stadt Winterthur
Mit einem kurzen Videoclip und einem Merkblatt will man die Bevölkerung auf humorvolle Weise sensibilisieren und zum Handeln anregen.

Mit einem kurzen Videoclip und einem Merkblatt will man die Bevölkerung auf humorvolle Weise sensibilisieren und zum Handeln anregen.

Stadt Winterthur
Laut der Dienstabteilung Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich (ERZ) landen auch in der Limmatstadt Abfälle in der Toilette.

Laut der Dienstabteilung Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich (ERZ) landen auch in der Limmatstadt Abfälle in der Toilette.

Stadt Zürich

Darum gehts

  • Abfälle in Toiletten können zu verstopften Pumpen und Abwasserleitungen führen.

  • Am Montag startete die Stadt Winterthur dazu die Kampagne «(s)hit happens: Das gehört ins WC».

Ins WC gehört eigentlich nur, was man zuvor gegessen hat. Doch häufig landen auch Abfälle in Winterthurer Toiletten. «Zahlreiche Zeitgenossen verwechseln die Toilette mit einem Müllschlucker», sagt Reto Strehler, Leiter der Dienstabteilung Betrieb und Unterhalt Entwässerung der Stadt Winterthur. Nebst Windeln, Feuchttüchern, Tampons, Katzensand oder Speiseresten habe man auch schon kleinere Tierkadaver, wie beispielsweise Fische, gefunden. «Seit Corona werden zudem vermehrt Schutzmasken in die Toilette geworfen», so Strehler.

Das Problem dabei: «Solche Abfälle können zu verstopften Pumpen und Abwasserleitungen führen und im schlimmsten Fall eine erhöhte Überschwemmungsgefahr bedeuten oder auch zur Verunreinigung der Gewässer führen Das Entstopfen oder Zerlegen der Pumpen sei zudem teuer. «Feste Gegenstände müssen mit aufwändigen Techniken wieder herausgefischt werden, bei flüssigen Stoffen ist es noch komplizierter», sagt Strehler.

«Für all diese Produkte gibt es eine geeignete Entsorgung»

Am Montag startete die Stadt Winterthur die Kampagne «(s)hit happens: Das gehört ins WC». «Mit einem kurzen Videoclip und einem Merkblatt wollen wir die Bevölkerung auf humorvolle Weise sensibilisieren und zum Handeln anregen. Denn für all diese Produkte gibt es eine geeignete Entsorgung», sagt Strehler.

Laut der Dienstabteilung Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich (ERZ) landen auch in der Limmatstadt Abfälle in der Toilette. Deshalb habe man im März auf Social Media ein Video zur Sensibilisierung der Bevölkerung hochgeladen. In den Aufnahmen überläuft eine Toilette, nachdem zwei Personen Wattepads und ein Kondom in die Toilette warfen. «Wir wollten die Zürcherinnen und Zürcher mit bevölkerungsnahen Beispielen auf die Problematik aufmerksam machen.»

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