Kunst: «Fanfare» kommt nach Langenthal
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Kunst«Fanfare» kommt nach Langenthal

Die Stadt Zürich schenkt dem Kanton Bern Robert Müllers «Fanfare». Seit 1977 steht die Riesenskulptur auf dem Heimplatz beim Kunsthaus, im Mai oder Juni wird sie vors Gymnasium Langenthal gezügelt. Anlass ist der geplante Neubau des Kunsthauses.

Weichen muss die «Fanfare» wegen der unterirdischen Passage, die das Kunsthaus mit dem Neubau auf der anderen Seite des Heimplatzes verbinden wird. Pio Marzolini, Medienchef des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, bestätigte gegenüber der SDA einen entsprechenden Bericht im «Tages-Anzeiger» vom Dienstag.

Seit 2007 sei die Stadt auf der Suche nach einem neuen Standort, so Marzolini. Im Gespräch gewesen seien vorerst die Saalsporthalle und das Triemli-Spital in Zürich. Doch dann habe das Gymnasium Oberaargau in Langenthal Interesse signalisiert.

Diesem Wunsch entspreche die Stadt Zürich gerne, weil Robert Müller die «Fanfare» 1967 für diese Schulanlage entworfen hat. Damals verhinderten Proteste aus der Bevölkerung die Platzierung des Kunstwerks. Nun steht einer Rückkehr nichts mehr im Wege. Der Transport werde im Mai oder Juni organisiert, sagte Marzolini.

Die Stadt Zürich hatte die «Fanfare» von der Bechtler-Stiftung geschenkt bekommen. Deshalb gehe sie - ebenfalls als Schenkung - an den Kanton Bern. Transport und Wiederaufbau kosten 160'000 Franken. 50'000 Franken steuert das Zürcher Tiefbauamt bei. Damit spare die Stadt sogar, sagte Marzolini. Hätte die «Fanfare» in Zürich platziert werden müssen, hätte das 130'000 Franken gekostet.

(sda)

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