Aktualisiert

Vor der AntarktisFangschiff im Eis eingeschlossen

Die «Antarctic Chieftain» steckt manövrierunfähig im antarktischen Eis fest. Ein Rettungsschiff ist bereits unterwegs zu den Eingeschlossenen.

Der zu sehende Eisbrecher «Polar Star» versucht die 27 im Eis eingeschlossenen Personen zu befreien.

Der zu sehende Eisbrecher «Polar Star» versucht die 27 im Eis eingeschlossenen Personen zu befreien.

Eingeschlossen im Eis vor der Antarktis warten 27 Menschen an Bord eines beschädigten Fangschiffes am Donnerstag auf Rettung. Die US-Küstenwache teilte mit, das australische Boot «Antarctic Chieftain» habe Schäden an drei seiner vier Propeller erlitten, nachdem es am Mittwoch im Eis stecken blieb und nun manövrierunfähig ist.

Sprecher Donnie Brzuska sagte, die Küstenwache habe den Eisbrecher «Polar Star» zu dem Schiff geschickt. Dieser ist notwendig, um bei starken Winden und Schneefall zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Der Brecher müsse sich dafür mehrere Kilometer weit durch Eis kämpfen, das gut 2,70 Meter dick ist. «Polar Star» soll am späten Freitag die 63 Meter lange «Antarctic Chieftain» erreichen.

Schiff eigentlich auf Dorschfang

Der Leiter des neuseeländischen Rettungskoordinationszentrums, Mike Hill, sagte, das Fangschiff habe ein wenig klares Wasser um sich herum, wodurch es nicht vom Eis zerquetscht werde. Die Crew ist demnach ausreichend mit Proviant verpflegt und schwebt deshalb nicht in unmittelbarer Gefahr.

Die «Antarctic Chieftain» liegt rund 900 nautische Meilen (etwa 1700 Kilometer) nordöstlich vor dem McMurdo-Sund fest. Es hat eine Lizenz dafür, den Riesen-Antarktisdorsch zu fangen, der in Nordamerika als Delikatesse gilt. (sda)

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