Musa Askan Yamak (38): Fans behindern Notarzt – Boxprofi stirbt bei Kampf
Aktualisiert

Musa Askan Yamak (38)Fans behindern Notarzt – Boxprofi stirbt bei Kampf

Bei einem Boxkampf in Bayern kommt es zu einem Drama. Als ein Kampfsportler im Ring leblos zusammenbricht, werden die zur Rettung eilenden Sanitäter von Fans behindert.

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Musa Askan Yamak (38) stirbt während eines Kampfes in der Nähe von München.

Musa Askan Yamak (38) stirbt während eines Kampfes in der Nähe von München.

Instagram/musaaskanyamak
Der Halbschwergewichts-Profi erlitt einen Herzinfarkt.

Der Halbschwergewichts-Profi erlitt einen Herzinfarkt.

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Darum gehts

Als Musa Askan Yamak bei seinem Boxkampf in Garching bei München in den Ring stieg, wusste noch niemand, dass es der letzte Kampf seines Lebens werden sollte. In den ersten zwei Runden boxte der WBF International Champion noch ohne Probleme, doch als der Halbschwergewichts-Profi zu Beginn der dritten Runde aus seiner Ecke kam, brach er plötzlich leblos zusammen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er laut «Bild» keine schweren Treffer kassiert. Sein Betreuerteam, der Ringarzt und Sanitäter leiteten sofort Notfall-Massnahmen ein und führten Augenzeugenberichten zufolge Reanimationsversuche durch.

15 Polizeistreifen rücken an

Die Organisatoren brachen die Veranstaltung sofort ab und forderten die Fans auf, die ausverkaufte Halle umgehend zu verlassen. Doch dann soll es zu Problemen gekommen sein: Nachdem die Fans die Halle verlassen hatten, entfernten Familienangehörige und Helfer die Ringseile und räumten Stühle zur Seite, um dem Notarzt-Team und einem Rettungsauto freie Wege zu schaffen.

Doch etwa 50 Zuschauer sollen die Retter an der Versorgung gehindert haben. Laut Augenzeugen rückten daraufhin 15 Polizeistreifen und eine Sondereinheit an, um für einen ungehinderten Notfall-Einsatz zu sorgen. Der Boxer wurde nach der Erstversorgung umgehend in ein Krankenhaus gebracht, sein Leben konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Ermittlungen laufen

Bei der Todesursache des 38-Jährigen soll es sich um einen Herzinfarkt handeln. Auch vor dem Spital kam es zu einem Polizei-Einsatz, weil sich dort störende Fans versammelt hatten, die von den Ordnungshütern beruhigt werden mussten. Derzeit laufen Ermittlungen, ob die Behinderungen beim Rettungseinsatz für den Tod des Kampfsportlers verantwortlich sind.

(heute.at/law)

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