Humorvolle Eintracht: Fans nennen Hopp «Sohn einer Mutter»
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Humorvolle EintrachtFans nennen Hopp «Sohn einer Mutter»

Die Fans von Eintracht Frankfurt reagieren mit viel Humor auf die jüngsten Diskussionen über Hass und Hetze im deutschen Fussball.

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nih
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Die Eintracht-Fans beweisen Humor. Während Dietmar Hopp am Wochenende noch als «Hurensohn» betitelt wurde, bezeichneten ihn die Hessen als «Sohn einer Mutter». Für den Schiedsrichter war das kein Problem, er unterbrach die Partie nicht.

Die Eintracht-Fans beweisen Humor. Während Dietmar Hopp am Wochenende noch als «Hurensohn» betitelt wurde, bezeichneten ihn die Hessen als «Sohn einer Mutter». Für den Schiedsrichter war das kein Problem, er unterbrach die Partie nicht.

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Mit einem Banner spielten sie auf die schnelle Reaktionen des DFB am Wochenende auf Schmäh-Plakate gegen Hopp sowie kritische Spruchbänder gegen den DFB an.

Mit einem Banner spielten sie auf die schnelle Reaktionen des DFB am Wochenende auf Schmäh-Plakate gegen Hopp sowie kritische Spruchbänder gegen den DFB an.

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Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic nahm das Banner mit Humor, er sagte im Interview mit der ARD: «Das ist kreativ und lustig. Kritik ist erlaubt.»

Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic nahm das Banner mit Humor, er sagte im Interview mit der ARD: «Das ist kreativ und lustig. Kritik ist erlaubt.»

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Das ursprünglich für Sonntag angesetzte Bundesligaspiel bei Werder Bremen war aufgrund der Frankfurter Terminprobleme verlegt worden. Insofern hatten die Eintracht-Anhänger bislang keine Möglichkeit gehabt, ihre Meinung im Konflikt zwischen DFB und Fanszene kundzutun. Das holten sie beim DFB-Pokal-Spiel gegen Werder Bremen nach, das sie 2:0 gewannen. Auf ihre ganz eigene Art und Weise. Humorvoll und einfallsreich.

So schrieben sie auf einem Banner: «Adi, meld dich, wenn du eine Spielunterbrechung brauchst.» Damit spielten sie auf die schnelle Reaktionen des DFB am Wochenende auf Schmäh-Plakate gegen Hopp sowie kritische Spruchbänder gegen den Verband an. Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic nahm das Banner mit Humor, er sagte im Interview mit der ARD: «Das ist kreativ und lustig. Kritik ist erlaubt.»

Hopp war wieder Thema

Auf anderen Bannern stand: «Unser Fussball durch euch verkauft, euer Dialog nur Schall und Rauch» oder «Die Funktionäre sind das hässliche Gesicht des Fussballs, nicht die Fans». Der Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp, zuletzt von mehreren Fangruppen massiv beleidigt, wurde in der zweiten Halbzeit ebenfalls ein Spruchband gewidmet.

Die Aufschrift «Dietmar Hopp, du Sohn einer Mutter», wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer nicht als Grund für eine Spielunterbrechung gewertet. Besonders das «Sohn einer Mutter»-Banner der hessischen Fans wurde auf Twitter von den Nutzern gefeiert.

«Es gab eine forensische Suche nach irgendeinem Fehler»

Ob es an den Plakaten lag, dass Frankfurt gewonnen hat, darf wohl dennoch bezweifelt werden. Schlüsselmoment für den Sieg war vielmehr der Handspenalty für die Gastgeber unmittelbar vor der Pause.

Bei einem Kopfball-Duell mit Timothy Chandler sprang der Ball Ludwig Augustinsson an die Hand, Schiedsrichter Felix Zwayer wertete die Aktion nach Videostudium als strafbar. Ein Entscheid, den Werder-Trainer Florian Kohfeldt wütend macht: «Es gab eine forensische Suche nach irgendeinem Fehler. Ich würde lieber den echten Fussball sehen.»

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

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