Poker um Reto Suri: «Fans werden mir keine Offerte unterbreiten»
Aktualisiert

Poker um Reto Suri«Fans werden mir keine Offerte unterbreiten»

Er hat einen hektischen Sommer und einen starken Saisonstart hinter sich. EVZ-Stürmer Reto Suri (26) im Interview.

von
Marcel Allemann
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Am Mittwochabend geht es für Reto Suri in der Champions Hockey League auswärts gegen den tschechischen Verein Kometa Brno weiter.

Am Mittwochabend geht es für Reto Suri in der Champions Hockey League auswärts gegen den tschechischen Verein Kometa Brno weiter.

Keystone/urs Flueeler
Der 26-Jährige befindet sich in Topform und scheut sich auch nicht davor, dorthin zu gehen, wo es wehtut.

Der 26-Jährige befindet sich in Topform und scheut sich auch nicht davor, dorthin zu gehen, wo es wehtut.

Keystone/Patrick B. Kraemer
Ob er sich hier gerade Gedanken macht, wo ihn seine Zukunft hinführen könnte?

Ob er sich hier gerade Gedanken macht, wo ihn seine Zukunft hinführen könnte?

Keystone/Patrick B. Kraemer

Reto Suri, der EV Zug scheint in dieser Saison Serien zu mögen. Entweder gewinnt oder verliert ihr mehrmals am Stück. Zurzeit habt ihr wieder eine Siegesserie gestartet.

Das letzte Spiel gegen die Lakers war allerdings schlecht. Das Gute waren die drei Punkte, der Rest war zum Vergessen. Ich weiss nicht, was da genau los war.

Nun folgt nach dem ersten Meisterschaftsblock die Champions Hockey League. Wie wichtig ist diese in der aktuellen Phase?

Wichtig, denn wir wollen in die K.-o.-Phase und wissen, dass wir dafür noch Punkte brauchen.

Sie persönlich spielen so stark auf wie schon lange nicht mehr. Liegt das am neuen Trainer, am neuen System oder an Ihnen selbst?

Ich weiss es nicht. Im Sport ist es so, dass es manchmal aufwärts- und manchmal abwärtsgeht. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich schon letzte Saison nach einer Verletzung auf einem guten Weg zurück befand. In den letzten Spielen hatte ich auch eine andere Rolle und wir spielen auch ein anderes Eishockey, was mir sicherlich entgegenkommt.

Ihr Vertrag läuft Ende Saison aus. Sie werden auf diese Weise zum interessanten Objekt auf dem Transfermarkt.

Den Transfermarkt kann ich nicht beeinflussen, ich kann nur meine Leistungen auf dem Eis beinflussen, meine tägliche Arbeit und meine Einstellung. Und daran messe ich mich stets. Was dann die Zukunft bringt, werden wir sehen.

Im Sommer waren Sie schon fast auf dem Absprung nach Lugano, ehe Sie der EV Zug dann doch nicht gehen liess. Jetzt fordern die EVZ-Fans, dass man Ihren Vertrag verlängert. Wie empfinden Sie das?

Es ist extrem schön, wie die Fans hinter mir stehen. Ich schätze es extrem, wie sie mich unterstützen. Das ging mir nah, denn ich bin diesem Club emotional sehr verbunden. Aber am Schluss wissen wir alle, dass es nicht die Fans sind, die mir die Offerte unterbreiten werden.

Aber besteht noch die Chance, dass Sie in Zug bleiben?

Ja klar, die besteht. Unter die Geschichte, die im Sommer war, habe ich einen Schlussstrich gezogen. Es hat noch viele andere Spieler, die ebenfalls auf dem Markt sind, und wir werden dann ja sehen, wen es wohin verschlägt. Was mich betrifft, mache ich mir keinen Kopf, sondern versuche einfach, meinen Lauf aufrechtzuerhalten und der Mannschaft zu helfen. Anschliessend werden wir dann sehen, was passiert.

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