Rapper gegen Pandemie - Die Fantastischen Vier drängen mit Corona-App in die Schweiz
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Rapper gegen PandemieDie Fantastischen Vier drängen mit Corona-App in die Schweiz

Die Contact-Tracing-App Luca, die von der Musikgruppe Fanta 4 mitentwickelt wurde, startet in Deutschland durch. Jetzt wollen die Macher expandieren.

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Die deutschen Rapper sind nun App-Produzenten: Fanta 4 in Action. (Archivbild)

Die deutschen Rapper sind nun App-Produzenten: Fanta 4 in Action. (Archivbild)

REUTERS/Ralph Orlowski
Die App Luca der «Die Fantastischen Vier» ist in Deutschland bereits ein Renner.

Die App Luca der «Die Fantastischen Vier» ist in Deutschland bereits ein Renner.

AFP/John MacDougall
Jetzt soll die Contact-Tracing-App von Fanta 4 auch in die Schweiz kommen.

Jetzt soll die Contact-Tracing-App von Fanta 4 auch in die Schweiz kommen.

REUTERS/Thomas Peter

Darum gehts

  • Die Fantastischen Vier, Hitproduzenten von «Die da», «Troy» und «MfG», haben eine Contact-Tracing-App mitentwickelt.

  • Die App Luca ist in Deutschland bereits ein Renner.

  • Jetzt wollen die Macher ins Ausland expandieren.

Die Contact-Tracing-App Luca, die von der Musikgruppe «Die Fantastischen Vier» mitentwickelt wurde, ist in Deutschland ein Renner. Luca ist drauf und dran, die Warn-App der Bundesrepublik zu übertreffen, welche mit ähnlichen Problemen kämpft wie die Schweizer Version. In den Download-Charts ist Luca ganz vorn vertreten. Rund drei Millionen Menschen haben sie in Deutschland bisher heruntergeladen.

Nun wollen die Betreiber in die Schweiz expandieren, wie der Rapper Smudo gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigt: «Wir stellen das Luca-System gerne in der Schweiz zur Verfügung», sagt er. «Je mehr Leute mitmachen, desto besser. Das Virus kennt keine Grenzen.» Einen ersten Kontakt, wenn auch nur lose, gab es bereits mit dem Kanton Graubünden.

Mit der Luca-App können Wirte, Konzertveranstalter oder Ladenbesitzer ihre Besucherinnen und Besucher mit einem QR-Code, der mit dem Handy gescannt wird, ein- und auschecken lassen. Der Vorteil ist, dass die Gesundheitsämter an das System angeschlossen sind. Diese können im Falle von positiv Getesteten die besuchten Lokalitäten und Kontaktpersonen viel schneller als mit den bisherigen Lösungen warnen, schreibt die Zeitung.

ETH wenig begeistert

Luca soll damit helfen, Infektionsketten zu unterbrechen und den Ausstieg aus dem Lockdown zu beschleunigen. Bereits jetzt arbeiten rund 100 Gesundheitsämter in Deutschland mit. Luca und mehrere Bundesländer haben entschieden, es flächendeckend in der Pandemiebekämpfung einzusetzen.

Die ETH Lausanne, die an der Swiss-Covid-App beteiligt ist, reagiert wenig begeistert auf die Konkurrenz aus Deutschland. Ein ETH-Team hat kürzlich das Luca-System sogar untersucht. Die Forscherin Carmela Troncoso kritisiert in der «SonntagsZeitung», dass Luca «Unmengen an sensiblen Daten» sammle und diese auf einem zentralen Server speichere. Und es bestehe ein Risiko, dass Luca zu einer zentralen Autorität werde und die Bevölkerung überwache. Deshalb sei das System für die Schweiz eine «unmögliche Alternative.»

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(chk)

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