Fantastic darf sich noch nicht auflösen
Aktualisiert

Fantastic darf sich noch nicht auflösen

Das Ende der Zuger Softwarefirma Fantastic ist vorerst aufgeschoben.

Ein deutscher Grossaktionär des Unternehmens blockierte an der aussordentlichen Generalversammlung der Fantastic Corporation den Antrag des Verwaltungsrats zur Liquidation, wie Fantastic am Dienstag mitteilte.

Der Fantastic-Verwaltungsrat habe daraufhin in corpore seinen Rücktritt angekündigt. Dieser erfolgt aber aus Rücksicht auf die operativen Geschäfte nicht mit sofortiger Wirkung. Den Aktionären wäre rund eine Million Franken in bar ausbezahlt worden, wird Verwaltungsratspräsident und Unternehmenschef Peter Ohnemus in der Mitteilung zitiert. Die ablehnende Haltung des Grossaktionärs sei sehr bedauerlich. Weshalb der Grossaktionär sich der Liquidation von Fantastic widersetzt, ist nicht bekannt. Man werde die Öffentlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt informieren, hiess es.

Die einst zu den Börsenüberfliegern im IT-Bereich gehörende Zuger Softwarefirma hatte, wie berichtet, im vergangenen Dezember ihr Aus verkündet. Die Suche nach neuen Investoren war erfolglos verlaufen. Der Verwaltungsrat entschloss sich daraufhin zu einer ordentlichen Schliessung des schuldenfreien Unternehmens, wodurch ein Verkauf der bestehenden Anlagewerte inklusive der Unternehmensteile in den USA, der Produkte, Patente und Lizenzen hätte ermöglicht werden sollen. Laut Ohnemus sind von verschiedenen Unternehmen bereits Offerten für den Kauf von Fantastic-Produkten und -Patenten eingegangen. Auch Mitarbeiter hätten übernommen werden können. (dapd)

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