Aktualisiert 23.01.2008 22:41

Fanzone: Für Bratwurst und Bier gelten Euro-Preise

Bei den Fans
soll Zürich nicht als
teures Euro-08-Pflaster
in Erinnerung bleiben: In
der Fanzone schiebt die
Stadt Wucherpreisen den
Riegel vor – und zahlen
kann man auch in Euro.

«Wir wollen, dass die Euro-Gäste zu Botschaftern für Zürich werden», sagte Stadtpräsident Elmar Ledergerber gestern. Um die Gäste nicht mit Wucherpreisen zu schockieren, schreibt die Stadt den Fanzonen-Wirten die Preise vor. «So wollen wir die Preistreiberei verhindern», sagte Ledergerber.

Softdrinks und alkoholfreies Bier gibts für einen Franken pro Deziliter. Wer auf Alkohol im Bier beharrt, bezahlt 20 Rappen Aufpreis. Auch die Verpflegung soll erschwinglich sein: Den Cervelat gibts für fünf, die Bratwurst für 6.50 Franken.

Als Service für Fans aus dem Ausland müssen die Fan-Wirte zudem auch Euro akzeptieren: «Wer als Tagestourist in die Schweiz kommt oder vergessen hat, Geld zu wechseln, soll keine Probleme beim Bezahlen haben», sagt Ledergerber.

Die gestern veröffentlichte Liste umfasst deshalb auch verbindliche Euro-Preise. Die Bratwurst etwa gibts für 4.40 Euro. Nicht ganz Fan-freundlich ist einzig der Umrechnungskurs: In der Fanzone entspricht ein Euro durchgehend weniger als 1.50 Franken, obwohl der Euro-Kurs derzeit bei etwa 1.60 Fr. liegt.

Adrian Schulthess

Fancamp in Zürich-Nord?

Während der Euro rechnet die Stadt mit über 100000 zusätzlichen Übernachtungen. Um genügend Platz für die Fans zu haben, plant die Stadt deshalb ein so genanntes Fancamp. Ursprünglich hatte man für den Zeltplatz etwa den Militärflugplatz Dübendorf im Auge – der soll nun während der Euro aber als Carparkplatz genutzt werden. Jetzt zeichnet sich der Standort Schwamendingen ab: «Im Moment siehts so aus, als ob es auf das Heerenschürli hinauslaufen würde», sagt Elmar Ledergerber.

Freundlich dank Crashkurs

Auf die Euro hin startet Zürich eine wahre Gastfreundlichkeits-Offensive: Wer Kontakt mit Fans hat, wird in den Freundlichkeits-Crashkurs geschickt (siehe Seite 7). «Wichtig ist, dass man auch in Stresssituationen freundlich bleibt – das ist gar nicht so einfach», sagt der Stadtpräsident. 1200 Stadtpolizisten wurden bereits geschult, Hoteliers und ERZ-Mitarbeiter werden im März folgen. Zum Gastfreundschafts-Konzept gehört auch ein Info-Konzept: In der ganzen Innenstadt sollen Stände stehen.

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