Aktualisiert 31.12.2014 12:10

Highscore«Far Cry 4» ist das beste Game 2014

Ein unerwarteter Sieger, aber keine Überraschung im Mittelfeld: 20-Minuten-Leser haben das Spiel des Jahres 2014 gewählt. Die Indies stiessen auf wenig Gegenliebe.

von
Jan Graber
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Putzte alle weg: Der Egoshooter «Far Cry 4» ist das beste Game des Jahres 2014.

Putzte alle weg: Der Egoshooter «Far Cry 4» ist das beste Game des Jahres 2014.

Silbermedaille: Das Fussballgame «Fifa 15».

Silbermedaille: Das Fussballgame «Fifa 15».

Bronze gabs für den Egoshooter «Call of Duty: Advanced Warfare».

Bronze gabs für den Egoshooter «Call of Duty: Advanced Warfare».

Wie gut eine Game-Geschichte auf 20 Minuten gelesen wird, ist meistens auch ein Indikator dafür, wie beliebt ein Spiel im Allgemeinen ist: Artikel über «Call of Duty», «Grand Theft Auto» und die «Fifa»-Spiele sind meist garantierte Quoten-Renner. Neben den Abenteuerspielen der «Assassin's Creed»-Reihe gehören die drei genannten Game zu den derzeitigen Überfliegern am Videospielhimmel.

Das Rennen ums Spiel des Jahres gemacht hat indessen kein Vertreter dieser vier Gamereihen. Auf den ersten Platz wurde «Far Cry 4» gewählt, ein vielfältiger, inhaltlich ziemlich absurder Egoshooter, der Spielern neben einer offenen Welt, unzähligen Nebenmissionen und einer starken Hauptmission auch eine überraschend reichhaltige Flora- und Faunawelt vor die virtuellen Füsse legt – inklusive gefährlichen Tieren, die dem Helden das Leben schwer machen können. Da das Spiel in der Himalayaregion spielt, darf neben dem frischfröhlichen Geballer auch eine beeindruckende Landschaft beäugt werden. Der erste Platz erstaunt auch deswegen, weil «Far Cry 4» nicht zu den klassischen Blockbusterspielen gezählt wird, die seit Jahren den Markt beherrschen.

Durchschnitt in der Mitte

Nach dem ersten Platz geht es folglich wenig überraschend weiter: Auf den zweiten Platz hat es das Fussballspiel «Fifa 15» geschafft, gefolgt vom sicheren Wert «Call of Duty: Advanced Warfare» auf dem dritten Podestplatz und «Watch Dogs» an vierter Stelle. Sowohl «Watch Dogs» wie auch das sechstplatzierte «Destiny» hätte man nach dem Hype im Vorfeld der Veröffentlichung indessen weiter vorne in der Rangliste erwartet.

Eine gewisse Enttäuschung lässt sich bei einigen Kommentarschreibern bei der Platzierung von «Alien: Isolation» ausmachen – ein gelungenes Horrorspiel, das auf den dreizehnten von zwanzig Plätzen gewählt wurde. Bei Horrorspielen wie auch «The Evil Within» (11. Platz) und düsteren Games à la «Dark Souls 2» (12. Platz) handelt es sich jedoch um Nischenspiele, die Ränge im Mittelfeld überraschen deshalb nicht.

Bitteres Resultat für Sexbombe

Wenig erstaunlich – für Befürworter des innovativen Gameschaffens aber mit einer bitteren Note – wurden die Indiegames von den 20-Minuten-Lesern auf die hinteren Ränge verwiesen. Das Schlusslicht bildet « Shovel Knight», nur wenig mehr Punkte hat «The Banner Saga» erhalten. Die Kriegsspiele «Valiant Hearts» und «This War of Mine», das Weltraumepos «Elite Dangerous» und das poetische «Child of Light» stiessen ebenfalls nur begrenzt auf die Gegenliebe der Leser.

Überraschend schlecht weggekommen ist die durchgeknallteste Femme Fatale des Game-Universums: Bayonetta; das Wii-U-Spiel «Bayonetta 2» hat es auf den 16. Platz geschafft. Typische Wii-U-Spieler vergnügen sich lieber mit unverfänglichen Games wie «Mario Kart 8» (5. Platz), «Bayonetta 2» schien den meisten zu durchgeknallt. Der schlechte Platz zeigt aber auch, dass Sex und Erotik nicht genügen, um ein Game nach vorne zu katapultieren: Die leichtbekleidete Schönheit aus «Bayonetta 2» wurde schnöde links liegen gelassen.

» So haben die 20-Minuten-Leser gewählt

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