FARC-Rebellen nach Frankreich
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FARC-Rebellen nach Frankreich

Frankreich ist bereit, Mitglieder der kolumbianischen Guerillaorganisation FARC aufzunehmen, wenn die von den Rebellen gefangen gehaltene Geisel Ingrid Betancourt freikommt.

«Frankreich ist zu allem bereit, was nötig ist, um die Freilassung Ingrid Betancourts zu ermöglichen», sagte Premierminister François Fillon am Sonntagabend im französischen Fernsehen. «Die Aufnahme von Mitgliedern der FARC ist Teil dieser Bemühungen.»

Fillon bescheinigte dem kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe eine «sehr wichtige Initiative» zur Lösung der Geiselkrise. «Alle Bedingungen für eine Freilassung sind erfüllt.» Uribe hatte angeboten, dass FARC-Rebellen, die sich mit Geiseln stellen, nach Frankreich ausreisen können.

Frankreich hält für den Fall der Freilassung Betancourts ein Flugzeug mit medizinischer Einrichtung bereit. Die Falcon 900 sei bei Paris abflugbereit, teilte der Élysée-Palast mit. Ein Flugzeug gleichen Typs flog am Sonntag von Cayenne in Französisch-Guayana nach Europa zurück.

Betancourt hat auch einen französischen Pass. Präsident Nicolas Sarkozy hatte sich mehrfach für ihre Freilassung eingesetzt.

Die 46-Jährige ist seit sechs Jahren in der Hand der FARC. Sie soll extrem geschwächt sein und keinen Lebenswillen mehr haben. Ihr früherer Mann Fabrice Delloye äusserte die Befürchtung, sie könnte schon tot sein. Er frage sich, ob die kolumbianische Regierung Informationen zurückhalte.

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