Aktualisiert 05.01.2016 05:52

OregonFarmer stellen sich nach Besetzung von Naturpark

Aus Protest gegen Haftstrafen für zwei Farmer besetzten Militante in Oregon ein Regierungsgebäude. Nun übergaben sich die beiden Landwirte freiwillig der Justiz.

von
chi

In dem Konflikt um die Besetzung eines Naturparks im US-Bundesstaat Oregon haben sich die beiden Landwirte, deren Haftstrafe die Protestaktion ausgelöst hatte, der Justiz gestellt. Dies teilte Sheriff David Ward am Montag vor Journalisten mit. Die beiden – Dwight Hammond und sein Sohn Steven – befänden sich in einer Justizanstalt in Kalifornien. Sie hätten sich von der Besetzung des Naturparks distanziert.

Die Hammonds sollen laut Staatsanwaltschaft auf staatlichem Grund und Boden ein Feuer gelegt haben, um Wilderei zu vertuschen. Sie weisen die Vorwürfe zurück. Der 73-jährige Dwight Hammond sass wegen des Vorfalls bereits drei Monate in Haft, sein 46-jähriger Sohn ein Jahr.

Miliz besetzte Regierungsgebäude

Ein Richter ordnete kürzlich aber noch einmal jeweils rund vier Jahre Gefängnis an. Aus Ärger über die Haftverschärfung besetzten bis zu hundert Mitglieder einer regierungsfeindlichen Miliz, Rancher und andere Aktivisten am Wochenende das Verwaltungsgebäude des Wildschutzgebiets Malheur National Wildlife Reserve im Bezirk Harney.

Die teilweise schwer bewaffneten Besetzer bewachten auch am Montag weiter alle Eingänge zu dem Nationalpark. Wegen des Konfliktes blieben die Schulen in dem Gebiet sowie das örtliche Gericht aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Sheriff fordert den Abzug der Besetzer

Der Sheriff von Harney County, David Ward, forderte die Aktivisten dazu auf, ihren Protest zu beenden. «Geht nach Hause, zu Euren eigenen Familien, und beendet dies friedlich», sagte Ward am Montag.

Ihr Anführer Ammon Bundy beschrieb das Ziel der Aktion am Montag als Bemühen, «die Verfassung wiederherzustellen und zu verteidigen». Die selbst ernannte Bürgerwehr wirft der Bundesregierung vor, dass sie das Volk unter Druck setze und den Leuten Land und Rohstoffe wegnehme.

Unklar blieb am Montagnachmittag zunächst, ob das Einlenken von Dwight Hammond und seinem Sohn das baldige Ende der Besetzung bedeuten könnte. (chi/sda)

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