Drama von Biel: «Faro hat eine Wurst bekommen»

Aktualisiert

Drama von Biel«Faro hat eine Wurst bekommen»

Er ist der Held des Tages: Polizeihund Faro hat Peter K. geschnappt. Die Spürnase erhielt eine artgerechte Belohnung.

von
Adrian Müller
Biel

Kein Scharfschützengewehr, kein Sturmtrupp, sondern Polizeihund «Faro» hat Peter K. nach neun Tagen auf der Flucht auf einer Wiese im «Ried» oberhalb von Biel gestoppt. «Wir haben das Tier bei der Verfolgung von der Leine gelassen. Faro hat sich anschliessend auf Peter K. gestürzt und festgebissen», sagt François Gaudy, Regionalchef der Kapo Bern (siehe Interview oben). Der Zugriff erfolgte dank einem Hinweis von einer Anwohnerin.

Bei der Verfolgung von Peter K. habe sich der Einsatz des Hundes aufgedrängt. «Polizeihunde können Verdächtige ohne Blutvergiessen stellen, ohne dass Beamte einer Gefahr ausgesetzt werden», so Gaudy. Peter K. habe keinen Fluchtversuch unternommen und sei bei guter Gesundheit. «Er hat so ausgesehen wie auf den letzten Fahndungsbildern», sagt der Regionalchef der Kapo.

Für Faro sei die Verhaftung ein grosser Erfolg: «Er spürt, dass er etwas Gutes getan hat.» Obschon das Tier natürlich nicht wisse, dass es einen seit neun Tagen gesuchten Straftäter dingfest gemacht hat.

Faro geht nicht leer aus: «Jemand hat ihm heute Morgen eine Wurst gegeben. Ob das Tier sie schon gegessen hat, weiss ich nicht.»

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