Mailand: «Fashion-Weak» gegen Plus-Size-Models
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Mailand«Fashion-Weak» gegen Plus-Size-Models

Designerin Elena Miroglio präsentierte auf dem Mailänder Catwalk Mode für runde Frauen - und wurde prompt vom offiziellen Programm der Fashion Week ausgeschlossen.

von
ame

An der Fashion Week Milan war es seit fünf Jahren Tradition, dass die italienische Designerin Elena Miroglio die Eröffnungsshow präsentiert. Nicht so dieses Jahr: Da die Italienerin für die Präsentation ihrer Frühling-Sommer-Kollektion Plus-Size-Models engagierte (20 Minuten Online berichtete), wurde sie kurzerhand aus dem offiziellen Programm der Woche geworfen.

Die sinnlichen Models mit üppigen Brüsten und einem kecken Lächeln auf den Lippen waren zu viel für Mario Boselli, Leiter der «Camera Nazionale della Moda Italiana». Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte er: «Manche Designer passten einfach nicht in den Rahmen der Prêt-à-Porter-Woche. Wir wollten die Aussagekraft der Kreativität verfechten und Mailands Position in der Modewelt einmal mehr rechtfertigen.»

Was sind «echte» Frauen?

Penelope Benson, ein Model der Miroglio-Show, sagte dazu: «Die 'echten' Frauen sind wohl diejenigen, die das grosse Geld haben. Damit können wir uns nicht identifizieren.» Offenbar ist die Mode für die «echten Frauen» von genau denjenigen mit Geld bestimmt worden.

Trotz dem Widerstand der «Fashion-Weak» hat Elena Miroglio ihre üppigen Models über den Laufsteg stolzieren lassen - nicht bei der Eröffnungsshow, sondern im Rahmenprogramm. Die Designerin, die selbst eine zierliche Figur hat, betonte: «Jede Art von Frau sollte auf dem Laufsteg repräsentiert werden. Üppige Damen kleiden sich genauso gerne ein wie schlanke.»

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