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Fassadeneinsturz: Strafverfahren gegen Architekten

Der Einsturz einer Häuserfassade in Winterthur Ende April hat strafrechtliche Folgen.

Gegen den zuständigen Architekten und den Bauleiter ist ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde eingeleitet worden, wie die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland am Freitag mitteilte. Ein zwischenzeitlich erstelltes Gutachten kam zum Schluss, dass ein so genannter Grundbruch die Ursache für den Fassadeneinsturz war: Der Boden unter dem Fundamentstreifen der Liegenschaft sei unter der Belastung keilförmig in die Baugrube abgerutscht. Verantwortlich dafür waren nach Ansicht des Gutachters Fehler in der Bauorganisation und ein falsch gewähltes Bauverfahren bei den Aushubarbeiten. Laut Mitteilung teilen die Angeschuldigten die Expertenmeinung nicht. Die Fassade der Winterthurer Liegenschaft war am 29. April um etwa 08.20 Uhr unvermittelt in eine Baugrube gestürzt, die für den Bau einer Tiefgarage ausgehoben worden war. Eine Person wurde leicht verletzt; die übrigen Bewohner kamen mit einem Schock davon. (dapd)

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