Aktualisiert 21.11.2016 16:31

Eklatanter AnstiegFast 1 Million Menschen werden in Syrien belagert

Vor sechs Monaten waren noch weniger als 500'000 Menschen unter Belagerungszustand. Nach UNO-Angaben ist die Zahl jetzt doppelt so hoch. Es fehlt an Nahrung und medizinischer Hilfe.

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kko/SDA
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Die Waffen sollen ruhen: Ein bewaffneter syrischer Soldat bezieht Stellung. (Archivbild)

Die Waffen sollen ruhen: Ein bewaffneter syrischer Soldat bezieht Stellung. (Archivbild)

Keystone/AP SANA/HOPD
Ein Bild der Verwüstung: Ein Syrer bringt eine Frau in Sicherheit, nachdem sie aus den Trümmern eines infolge eines Luftangriffs zerstörten Hauses gerettet wurde. (20. November 2016)

Ein Bild der Verwüstung: Ein Syrer bringt eine Frau in Sicherheit, nachdem sie aus den Trümmern eines infolge eines Luftangriffs zerstörten Hauses gerettet wurde. (20. November 2016)

AFP/THAER MOHAMMED
Weisshelme haben ein Foto aus dem Osten Aleppos veröffentlicht. (24. September 2016)

Weisshelme haben ein Foto aus dem Osten Aleppos veröffentlicht. (24. September 2016)

Keystone

Die Zahl der in Syrien unter Belagerungszustand lebenden Menschen hat sich nach UNO-Angaben innerhalb eines halben Jahres verdoppelt. Fast eine Million Menschen leben derzeit im Belagerungszustand.

Dies sagte der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien, am Montag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York. Vor sechs Monaten seien es noch weniger als 500'000 Menschen gewesen, deren Städte und Dörfer belagert wurden.

Hilfskonvois kommen oft nicht ans Ziel

Laut O'Brien leben derzeit 974'080 Menschen in belagerten Städten und Dörfern, vor sechs Monaten betrug die Zahl demnach 486'700. Die Bewohner der belagerten syrischen Orte sind dringend auf Hilfslieferungen angewiesen. Konvois mit Hilfslieferungen kommen aber wegen der schweren Kämpfe meist nicht ans Ziel.

Allein in dem von der Aussenwelt abgeschotteten, von Rebellen kontrollierten Ostteil der syrischen Grossstadt Aleppo leben Schätzungen zufolge 250'000 Menschen. Sie haben kaum noch etwas zu essen und zu trinken, zudem ist die medizinische Versorgung fast vollständig zusammengebrochen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in Ost-Aleppo auch kein funktionierendes Spital mehr. (kko/SDA/afp)

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