10.07.2015 10:30

Daheim ists am schönsten

Fast alle Stadträte machen Ferien in Zürich

Schwimmen im See, Ausflüge in der Region: Die meisten Stadträte machen im Sommer keine grossen Sprünge.

von
zed
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Zürich ist im Sommer ein beliebter Ferienort - auch beim Stadtrat.

Zürich ist im Sommer ein beliebter Ferienort - auch beim Stadtrat.

Walter Bieri
Andres Türler (FDP) schwärmt von den Sommerwochen, die die Stadt Zürich ein wenig leerer, langsamer und gemütlicher machen

Andres Türler (FDP) schwärmt von den Sommerwochen, die die Stadt Zürich ein wenig leerer, langsamer und gemütlicher machen

Gabor Horvath
Filippo Leutenegger (FDP): «Bei meiner Familie sind zwei schöne Seen angesagt: Der Lago di Bracciano bei Rom und der Zürichsee. Sportlich nehme ich mir vor, jeden Tag zu schwimmen und zu tauchen.»

Filippo Leutenegger (FDP): «Bei meiner Familie sind zwei schöne Seen angesagt: Der Lago di Bracciano bei Rom und der Zürichsee. Sportlich nehme ich mir vor, jeden Tag zu schwimmen und zu tauchen.»

Walter Bieri

Für die Zürcher beginnen dieses Wochenende die Sommerferien. Da auch das Parlament in den nächsten fünf Wochen nicht tagt, können auch die Stadträte während dieser Zeit Pause machen. Grosse Sprünge machen sie dabei aber nicht. Auf Anfrage gaben die meisten an, dass sie in Zürich bleiben.

Andres Türler (FDP), Vorsteher der industrielle Betriebe, schwärmt etwa von den Sommerwochen, die die Stadt ein wenig leerer, langsamer und gemütlicher machen. Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger nimmt sich vor, jeden Tag im Zürichsee zu schwimmen und zu tauchen. Die Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) spricht sogar von einer mediterranen Seite, die Zürich nur im Sommer zeige. Und auch der Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) wird während seiner Ferien in und um Zürich anzutreffen sein.

Andere Stadträte bleiben zwar nicht in Zürich, immerhin aber innerhalb der Landesgrenzen. Gerold Lauber, CVP-Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, fährt beispielsweise wie seit vielen Jahren zum Heuen und Wildheuen auf den Weiler Eggberge über dem Urnersee. Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) plant nebst zehn Tagen Dänemark auch einige Wandertage in den Schweizer Bergen ein. Er sagt dazu: «Ich geniesse diese Bewegung an der frischen Luft, um nach den Ferien wieder einen kühlen Kopf zu haben.»

Einige zieht es doch ins Ausland

Trotz der vielen Daheimgebliebenen haben sich dennoch ein paar Stadträte für einen Trip ins Ausland entschieden. Bei einigen sind dies nur wenige Tage. So verbringt Corine Mauch beispielsweise ein verlängertes Wochenende an der Kunstbiennale in Venedig. Andere zieht es hingegen für längere Zeit fort. Der Grüne Finanzvorsteher Daniel Leupi hat sich etwa für eine 14-tägige Velotour durch Europa entschieden.

Auch Filippo Leutenegger wird nebst seinen Tauchgängen im Zürichsee einige Zeit am Lago di Bracciano bei Rom verbringen und Claudia Nielsen, SP-Vorstand des Gesundheits- und Umweltdepartements, begibt sich für drei Wochen auf eine Reise quer durch den Süden – um welches Land es sich dabei handelt, will sie nicht sagen. Nur der Polizeivorsteher, Richard Wolff, hüllt sich bei der Frage nach seinem Reiseziel in tiefes Schweigen. Für wochenlanges Nichtstun haben die meisten Stadträte aber keine Zeit. Sie werden während der Ferienzeit immer wieder in ihren Büros anzutreffen sein.

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