02.06.2020 15:53

Zahlen vom BAG

Fast doppelt so viele Fälle von Zeckenenzephalitis

Bereits 51 Fälle von Zeckenenzephalitis wurden dieses Jahr gemeldet. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

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Beim Bundesamt für Gesundheit wurden dieses Jahr 51 Fälle von Zeckenenzephalitis gemeldet.

Beim Bundesamt für Gesundheit wurden dieses Jahr 51 Fälle von Zeckenenzephalitis gemeldet.

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Das sind fast doppelt so viele wie im letzten Jahr.

Das sind fast doppelt so viele wie im letzten Jahr.

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Grund dafür könnten der warme Frühling und die Waldspaziergänge während des Lockdowns sein.

Grund dafür könnten der warme Frühling und die Waldspaziergänge während des Lockdowns sein.

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Darum gehts

  • In den letzten vier Wochen gab es 34 neue Fälle von Zeckenenzephalitis. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 17 Fälle.
  • Das könnte mit dem warmen Wetter und dem Lockdown zusammenhängen.
  • Bis Ende April wurden hochgerechnet 5200 Arztbesuche wegen Zeckenstichen gemeldet.

In diesem Jahr sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) bereits 51 Fälle von Zeckenenzephalitis gemeldet worden – fast doppelt so viele wie im letzten Jahr. Grund für den Anstieg sind wohl der warme Frühling und die Waldspaziergänge während des Corona-Lockdowns.

Allein in den letzten vier Wochen habe das BAG 34 neue Fälle von Zeckenenzephalitis-Erkrankungen registriert, heisst es im BAG-Bulletin vom Dienstag. Vor einem Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch 17 Fälle gewesen, vor zwei Jahren – einem Zecken-Rekordjahr – waren es 25 Fälle.

Mark Witschi, Leiter der Sektion Impfempfehlungen beim BAG, bestätigt, dass die Zahl der bis jetzt gemeldeten Fälle hoch ist im Vergleich zu den anderen Jahren. Er erklärt den Anstieg mit dem Zusammenspiel der Witterungsbedingungen und dem Verhalten der Menschen. So seien die warmen Winter- und Frühlingsmonate optimal für die Zeckenvermehrung gewesen. Gleichzeitig hätten sich durch den Lockdown mehr Leute im Freien aufgehalten als in anderen Jahren.

Hier werden wir am häufigsten von Zecken gestochen. (Video: ZHAW)

Gemäss dem Sentinella-Meldesystem des BAG wurden bis Ende April hochgerechnet 5200 Arztbesuche wegen Zeckenstichen gemeldet. In den Vorjahren waren es jeweils nur rund 2000 gewesen. Die Zahl der Borreliose-Erkrankungen hingegen verharrte auf dem Vorjahresniveau bei 1300 Fällen.

Nach Angaben von Witschi ist es gut möglich, dass die Zahlen durch die Corona-Zeit verzerrt wurden. Es könnte jedoch auch sein, dass die Zeckensaison wegen des warmen Frühlings früher eingetroffen sei.

Zecken übertragen Krankheiten

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch ein Virus verursacht und kann einen schweren Verlauf nehmen. Die Zecken sind nur in bestimmten Gebieten von diesem Virus befallen. Gegen die FSME gibt es eine Schutzimpfung. Das BAG empfiehlt eine solche allen Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren, welche in Endemiegebieten wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. Gegen die andere von Zecken übertragene Krankheit, die Borreliose, gibt es dagegen keine Impfung. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden. Häufig verläuft die Infektion auch unbemerkt.

(SDA)

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27 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Dany

03.06.2020, 10:56

Selten so viele dumme Kommentare gelesen, wobei Personen versuchen auch wirklich alles mit Corona zu verbinden. Aber wahrscheinlich sind diese Leute selbst gebissen worden, und leiden bereits an den Symptomen ohne es zu wissen. LOL

Coronageprellter

03.06.2020, 07:50

Sofortiges ausgangverbot! Sonst werden wir alle daran erkranken!

Auch wenn man es nicht versteh

03.06.2020, 06:20

Zecken erfüllen Ihren Zweck in der Natur.