Fasnachts-Littering: Fast eine Tonne Güsel landet in der Reuss
Publiziert

Fasnachts-LitteringFast eine Tonne Güsel landet in der Reuss

An der Fasnacht in Luzern fallen 100 Tonnen Abfall an: Die Behörden appellieren nun an die Fasnächtler, dass möglichst wenig davon im See und in der Reuss landet.

von
mme
1 / 15
So sah es an der Fasnacht 2019 aus: Mitarbeiter des Strasseninspektoriats fischen Abfall aus der Reuss.

So sah es an der Fasnacht 2019 aus: Mitarbeiter des Strasseninspektoriats fischen Abfall aus der Reuss.

Facebook
Innert wenigen Stunden kamen damals allein am Mittwoch 660 Liter Abfall zusammen.

Innert wenigen Stunden kamen damals allein am Mittwoch 660 Liter Abfall zusammen.

Strassenispektorat
Jetzt mahnt die Stadt alle Fasnächtler, den Abfall korrekt zu entsorgen: «Abfall, der im Wasser landet, schadet der Umwelt und muss vom Strasseninspektorat mit viel Aufwand geborgen und entsorgt werden.»

Jetzt mahnt die Stadt alle Fasnächtler, den Abfall korrekt zu entsorgen: «Abfall, der im Wasser landet, schadet der Umwelt und muss vom Strasseninspektorat mit viel Aufwand geborgen und entsorgt werden.»

Strasseninspektorat

Am 20. Februar 2020 startet die Luzerner Fasnacht: Dann wird nicht nur gefeiert, sondern leider auch gelittert: Nun appellieren alle grossen Fasnachtsorganisationen zusammen mit

der Stadt «an die Vernunft der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler», wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Denn: «Ein derart grosser Anlass verursacht auch viel Abfall, durchschnittlich über 100 Tonnen», sagt Thomas Schmid, Leiter Strasseninspektorat. Stets würden auch Becher, Essens-

verpackungen, Servietten und sonstiger Güsel in der Reuss und im See landen – um die 4000 Liter oder gut 800 Kilo pro Fasnacht. «Meistens ohne Absicht, manchmal mit», schreibt die Stadt.

Abfall im Wasser verursacht viel Aufwand

Das wollen die Vereinigte Guuggenmusigen Luzern, das Lozärner Fasnachtskomitee, die Kult-Ur-Fasnächtler Lozärn und die Stadt Luzern nicht mehr sehen: Sie machen mit einem Flyer auf das Problem aufmerksam. «Abfall, der im Wasser landet, schadet der Umwelt und muss vom Strasseninspektorat mit viel Auf-

wand geborgen und entsorgt werden.» Robert Marty von den Vereinigten sagt dazu: «Den Abfall korrekt entsorgen heisst also zweierlei: Wertschätzung der Umwelt und auch den Mitarbeitenden des Strasseninspektorats Respekt entgegenbringen.»

Gasflaschen sind lebensgefährlich

In diesem Zusammenhang rufen Stadt und Fasnachtsorganisationen auch dazu auf, keine Glasflaschen an die Fasnacht zu bringen – das Verletzungsrisiko aufgrund von Scherben sei hoch.

Ein weiterer Aufruf der Stadt an die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler betrifft ebenfalls die Sicherheit: Gasflaschen in Stahlbehältern können bei einer Explosion schwere Verletzungen verursachen. Die Stadt empfiehlt dringend, darauf zu verzichten und Behälter aus Kunststoff zu nehmen. Im öffentlichen Raum eingesetzte gasbetriebene Anlagen müssen zudem jährlich überprüft und mit einer Vignette gekennzeichnet werden.

Rathaussteg wird aus Sicherheitsgründen gesperrt

Zudem teilt die Stadt mit: Aus Sicherheitsgründen wird der Rathaussteg nun an den offiziellen Fasnachtstagen (Schmutziger Donnerstag, Rüüdige Samschtig, Güdismontag

und Güdisdienstag) zwischen 21 und 1 Uhr gesperrt. Die Luzerner Polizei behält sich je nach Situation auch Sperrungen ausserhalb dieser fixen Zeiten vor. Wie bereits in den Vorjahren erhalten verunfallte oder verletzte Fasnächtlerinnen oder Fasnächtler

Hilfe beim Sanitätsposten an der Rössligasse 12.

Die offiziellen Infos über die Luzerner Fasnacht finden Sie auf www.fasnacht.stadtluzern.ch

Deine Meinung