Real-Star Kosovare Asllani ist stinksauer auf Club-Bosse

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Schwedin Kosovare Asllani «Fast gezwungen, verletzt zu spielen» – Real-Star ist stinksauer auf Club-Bosse

Die schwedische Nationalspielerin Kosovare Asllani schiesst scharf gegen die Führung von Real Madrid. Bei der anstehenden Frauen-EM trifft sie mit ihrem Land auf die Schweiz. 

von
Nils Hänggi
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Am 13. Dezember trifft Schweden mit Kosovare Asllani auf die Schweiz. 

Am 13. Dezember trifft Schweden mit Kosovare Asllani auf die Schweiz. 

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Die Schwedin ist noch bis Ende Juni bei Real Madrid unter Vertrag. Gegen die Club-Bosse …

Die Schwedin ist noch bis Ende Juni bei Real Madrid unter Vertrag. Gegen die Club-Bosse …

IMAGO/Bildbyran
… wettert sie jedoch in einem Interview. 

… wettert sie jedoch in einem Interview. 

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Darum gehts

  • An der EM wird die Frauen-Nati auf Schweden treffen. 

  • Einer der Stars bei den Schwedinnen ist Kosovare Asllani.

  • Die 32-Jährige spielte zuletzt für Real Madrid, wetterte bei ihrem Abschied gegen die Bosse. 

Am Freitagabend verlor die Schweizer Frauen-Nati den vorletzten Test vor der Europameisterschaft (6. Juli – 31. Juli in England) mit 0:7 gegen Deutschland. Was für ein riesiges Debakel! Die Schweiz hatte keine Chance und geriet komplett unter die Räder. Ja, es war eine regelrechte Ohrfeige für die Nati-Kickerinnen. 

Nach der Partie meinte PSG-Star Ramona Bachmann: «Lieber passiert uns das jetzt als an der EM. Das war ein Wake-up-Call, damit wir eine Schippe drauflegen müssen.» Und das müssen die Nati-Stars wirklich. So trifft die Schweiz in einer Hammer-Gruppe auf Portugal, Schweden und die Niederlande. Vor allem die beiden letztgenannten Länder sind sehr schwierige Gegnerinnen. Die Niederländerinnen sind EM-Titelverteidigerinnen, die Schwedinnen gewannen 2016 und 2020 Olympiasilber. 

«Ich habe keine Hilfe bekommen»

Das Team von Nils Nielsen muss also alles geben! Die gegnerischen Teams sind nicht nur spielstark, sie haben auch mehrere Top-Stars in den eigenen Reihen. Bei den Schwedinnen ist eine solche etwa: Kosovare Asllani. Die 32-jährige Nationalspielerin spielte zuletzt bei Real Madrid, verlängerte ihren Ende Juni auslaufenden Vertrag jedoch nicht. Wohin es sie zieht, ist unklar. Klar ist dagegen, dass Asllani stinksauer auf die Real-Bosse ist. So gibt es zum Abschied noch harte Kritik in Richtung des Vereins. 

Gegenüber «SportExpressen» sagt die Stürmerin: «Der Club liegt mir sehr am Herzen, aber ich habe das Gefühl, dass er in den falschen Händen ist.» Es sei schwierig, ins Detail zu gehen, so die Schwedin, die 2019 zu Real wechselte. Und: «Ich denke, es gibt im Club eine Kultur, die für die Spielerinnen nicht gesund ist. Ich habe das selbst erlebt. Man hat mich fast gezwungen, verletzt zu spielen, und ich habe keine Hilfe bekommen.»

Schwedin wird gegen Nati auflaufen

Happige Vorwürfe gegen die Real-Bosse! Vorwürfe, die Asllani noch weiter ausführt. «Der Vorstand hat nicht auf die Mediziner gehört. Am Ende war es eine Entscheidung, die ich treffen musste, um eine längere sportliche Karriere zu haben», so die Nationalspielerin. «Das Umfeld für die Spielerinnen wurde sehr ungesund und gefährlich.» Sie habe versucht, Dinge zu ändern, aber die Atmosphäre sei schlecht gewesen. Dann meint sie: «Es war kein Zufall, dass ich mich dort verletzte und einen Rückschlag erlitt, denn man wird ständig gezwungen, verletzt oder krank zu spielen.»

Die Real-Verantwortlichen haben bisher noch nicht auf die Kritik reagiert – zumindest nicht öffentlich. Auf Insta postet Asllani derzeit verschiedene Fotos von sich im Schweden-Trikot. Dazu meint sie etwa: «Der Countdown hat begonnen.» Vielleicht hilft ihr die Wut auf die Real-Bosse, kann sie ihre Emotionen eventuell doch in Leistung ummünzen. Zu hoffen ist es für sie. Für die Schweizer Frauen-Nati ist derweil zu hoffen, dass sie zumindest im Spiel gegen Bachmann und Co. nicht reüssiert. Nicht, dass es erneut ein 0:7 wie gegen Deutschland gibt.   

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