Aktualisiert 09.03.2011 21:20

Katholisches LuzernFasten ist kein Muss mehr

Am Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Für viele bekannte Luzerner Persönlichkeiten ist das aber kein Grund mehr, Opfer zu bringen.

von
Mer/nop
Ausnahme: Fritschivater Bucher.

Ausnahme: Fritschivater Bucher.

Fasten scheint im katholischen Luzern nicht im Trend zu sein. Wie eine 20-Minuten-Umfrage bei bekannten Luzerner Persönlichkeiten zeigt, ist kaum noch einer bereit, sich zwischen Fasnacht und Ostern einzuschränken. «Ich habe noch nicht mal mitbekommen, dass im Christentum seit Mittwoch gefastet wird», so Musiker Ivo Amarilli alias Baby Genius. Er sei gar kein religiöser Mensch. Ähnlich klingt es bei Musikerkollege Henrik Belden: «Auf Fleisch und Bier kann ich nicht verzichten.» Schliesslich müsse er sein «Kampfgewicht» halten.

Auch Luzerner Politiker nehmen das Fasten offenbar nicht so ernst. «Ich achte nur in der Karwoche darauf, dass ich ­weniger Süsses esse, damit die Osterhasen wieder besser in meinen Bauch reinpassen», so CVP-Grossstadtrat Markus Mächler. Auch Ratskollegin Edith Lanfranconi (Grüne) sieht im Fasten nur eine «sinnvolle Methode zum Entschlacken». Sie beginne damit aber nicht ­extra in der Fastenzeit.

Einzig Fritschivater Karl Bucher hat sich für die Fastenzeit etwas vorgenommen: Er leerte gestern in den frühen Morgenstunden sein letztes Bier – nun gönnt er sich bis Ostern bloss «ein Feierabendbier».

Florian Flohr, Sprecher der katholischen Kirche, erklärt, was das Fasten bringen soll: «Dadurch soll einem bewusst werden, dass irdische Dinge nicht die letzte Herrschaft über uns halten.»

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