Jöööh-Alarm in Kerzers FR: Faultier-Nachwuchs in Papiliorama
Aktualisiert

Jöööh-Alarm in Kerzers FRFaultier-Nachwuchs in Papiliorama

Ein Faultierbaby entzückt die Besucher des Papilioramas in Kerzers. Mit dem neuesten Familienzuwachs leben jetzt sechs Faultiere im Papiliorama.

von
aha
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Das jüngste Mitglied der Faultier-Familie im Papiliorama klammert sich noch an sein Mami. Es kam Mitte Juni auf die Welt und wird sich noch bis Ende Jahr von seiner Mutter tragen lassen.

Das jüngste Mitglied der Faultier-Familie im Papiliorama klammert sich noch an sein Mami. Es kam Mitte Juni auf die Welt und wird sich noch bis Ende Jahr von seiner Mutter tragen lassen.

Papiliorama Kerzers
Einen Namen wird das Baby-Faultier aber nicht erhalten, das widerspreche der Philosophie des Papilioramas, so Direktor Caspar Bijleveld. Auch das Geschlecht ist noch nicht bekannt.

Einen Namen wird das Baby-Faultier aber nicht erhalten, das widerspreche der Philosophie des Papilioramas, so Direktor Caspar Bijleveld. Auch das Geschlecht ist noch nicht bekannt.

Papiliorama Kerzers
Die Faultiere im Papiliorama sind recht aktiv, was den Geschlechtsverkehr angeht: Der letzte Nachwuchs ist erst ein Jahr her.

Die Faultiere im Papiliorama sind recht aktiv, was den Geschlechtsverkehr angeht: Der letzte Nachwuchs ist erst ein Jahr her.

Papiliorama Kerzers

Im Papiliorama in Kerzers hat die siebenjährige Faultiermutter ein gesundes Junges zur Welt gebracht. Besucher haben gute Chancen, die Mutter mit ihrem mittlerweile acht Wochen alten Baby bei Streifzügen unter der Nocturama-Kuppel zu beobachten.

Einen Namen wird das Jungtier – wie auch die anderen Faultiere im Park – nicht erhalten. Laut Papiliorama-Direktor Caspar Bijleveld widerspreche dies der Philosophie des Papilioramas. «Wir wollen die Tiere nicht personifizieren.»

Geschlecht noch unbekannt

Noch trägt die Mutter ihren Nachwuchs immer auf ihrem Bauch, hat dabei aber keine Angst, sich auch in der Nähe von Menschen zu bewegen. Anfassen darf man das Muttertier aber in keinem Fall, denn es kann stark zubeissen, um sein Junges zu beschützen, schreibt das Papiliorama in einer Mitteilung.

Das Faultierbaby ist Mitte Juni geboren worden. Ob es männlich oder weiblich ist, wissen die Verantwortlichen im Papiliorama aber noch nicht. Sie werden das jüngste Faultier

erst später genauer untersuchen und lassen es im Moment bei seiner Mutter. «Junge Faultiere bleiben rund sechs Monate auf dem Bauch ihrer Mutter.» Das Faultierjunge wird sich also erst gegen Ende Jahr von seiner Mutter lösen.

Ob der Kleine im Papiliorama bleiben darf, wird sich zeigen. «Bis zur Geschlechtsreife wird das Faultierjunge mit seiner Famile zusammenbleiben», so eine Mitarbeiterin des Papilioramas. Danach werde das Tier mit einem passenden Zuchtpartner zusammengebracht. «Je nach Platz wird er in einen anderen Zoo gehen oder das andere Faultier kommt zu uns.»

Lebenserwartung von 30 Jahren

Die Tiere im Papiliorama gehören zur Gattung der Zweifinger-Faultiere, die bis zu 85 Zentimeter lang und zwischen sieben und acht Kilogramm schwer werden können. In Gefangenschaft können sie bis zu 30 Jahre alt werden. Im Nocturama leben zurzeit sechs Faultiere. In einem Bereich lebt die Mutter mit ihrem bereits dritten Jungtier und dessen Vater. Drei weitere Faultiere haben ihr Revier auf der Insel in der Mitte der Nocturama-Kuppel. Die Anzahl Faultiere im Nocturama variiere aufgrund von Weggaben oder Zuzügen, sehr selten auch aufgrund von Todesfällen. Der letzte Faultiernachwuchs ist noch nicht lange her: Bereits im letzten Jahr gebar das gleiche Faultier-Weibchen ein gesundes Baby.

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