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BundesratswahlenFavoriten haben eingebüsst – so schlugen sich die Bundesratsanwärter 

Gleich vier Parteien haben heute die Bundesratskandidatinnen und -kandidaten zu Hearings eingeladen. Die Favoritenrollen sind danach nicht mehr gleich klar verteilt.  

von
Stefan Lanz
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Hans-Ueli Vogt beantwortet Journalistenfragen, während hinter ihm Albert Rösti den Lift nach oben bestiegen hat.

Hans-Ueli Vogt beantwortet Journalistenfragen, während hinter ihm Albert Rösti den Lift nach oben bestiegen hat.

20min/Stefan Lanz
Hans-Ueli Vogt steht Rede und Antwort, bis den Journalisten kurzzeitig die Fragen ausgehen.

Hans-Ueli Vogt steht Rede und Antwort, bis den Journalisten kurzzeitig die Fragen ausgehen.

20min/Stefan Lanz
Eva Herzog nach ihrem Hearing bei der SVP.

Eva Herzog nach ihrem Hearing bei der SVP.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Vier Parteien haben die Bundesratsanwärterinnen und Anwärter zu Hearings eingeladen.

  • Eine klare Wahl- oder Nichtwahl-Empfehlung gab keine Partei ab.

  • Die Favoritinnen und Favoriten konnten ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen.

Wer hat wen eingeladen?

Bei der SVP und den Grünen waren die beiden Kandidatinnen der SP geladen und die beiden Kandidaten der SVP mussten bei der FDP und der GLP antraben.

Das sagen FDP und die Grünen nach den Hearings

Die FDP und die Grünen haben jeweils keine Empfehlung abgegeben. Beide jeweiligen Bundesratskandidatinnen und Kandidaten seien wählbar, hiess es an kurzen Medienterminen nach den Hearings. Das ist interessant, weil somit weder Rösti noch Herzog, die im Vorfeld in der Favoritenrolle waren, ihren Vorsprung gegenüber den anderen Kandidatinnen und Kandidaten ausbauen konnten.

Die Grünen merkten an, dass sie keine Vorbehalte gegen vier Lateiner im Bundesrat hätten, womit die Chancen für Elisabeth Baume-Schneider zumindest bei den Grünen nicht gesunken sind. 

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Das sagt die GLP

Die GLP haben beide SVP-Kandidaten nicht überzeugt, wie Fraktionschefin Tiana Moser gegenüber 20 Minuten sagte. In den für die GLP wichtigen Themen wie Energie, EU, Neutralität und weiteren gibt es grosse Differenzen zur SVP. Die GLP will erst nächste Woche, nachdem sie auch die SP-Kandidatinnen angehört hat, entscheiden, ob sie überhaupt eine Wahlempfehlung abgibt.

Das sagt die SVP

Die SVP verwies in einer Medienmitteilung auf «grosse inhaltliche Differenzen» zu den beiden SP-Kandidatinnen. Beide hätten sich für eine Aufweichung der Neutralität und eine stärkere Anbindung der Schweiz an die EU ausgesprochen. Die SVP betont, dass sie auf die angemessene Vertretung der Landesregionen im Bundesrat Wert lege, was gegen Elisabeth Baume-Schneider spricht. Ob die SVP überhaupt eine Wahlempfehlung abgeben wird, wird sie nächste Woche entscheiden. 

Das ist noch aufgefallen

Wie zu hören war, wirkte Eva Herzog bei den Hearings etwas nervöser als Elisabeth Baume-Schneider. Insider machen ihre Favoritenrolle dafür verantwortlich. Baume-Schneider habe nichts zu verlieren und könne darum entspannter in die Hearings.

Vogt zeigt sich gesprächig

Als Hans-Ueli Vogt zum ersten Hearing des Tages bei der FDP ankam, stellte er sich den Fragen der anwesenden Journalisten. Wie üblich wollten diese wissen, wie es ihm vor dem Hearing gehe, ob er nervös sei und wie er punkten wolle. Doch plötzlich schienen ihnen die Fragen auszugehen. Vogt meinte daraufhin bloss, er habe also schon noch Zeit für ein paar weitere Fragen, woraufhin dann doch noch einige Fragen kamen. Fazit: Bundeshausjournalistinnen und -journalisten sind es so gewohnt, dass bei diesen Gelegenheiten oft nur drei, vielleicht vier Fragen gestellt werden können, dass es ihnen prompt die Sprache verschlug.

Wesentlich zurückhaltender waren die anderen drei Kandidatinnen und Kandidaten. Wenn sie auf Fragen eingingen, dann oft nur mit wenigen Worten und ohne inhaltlich Brisantes zu sagen.

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