Favoriten setzten sich durch

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Favoriten setzten sich durch

Spanien, Russland, Argentinien und die USA qualifizierten sich im Davis Cup für die Halbfinals. Russland setzte sich in Moskau gegen Tschechien 3:2 durch, weil Tomas Berdych das vierte Einzel in Führung liegend verletzt aufgeben musste.

Berdych schlüpfte auf dem Sandplatz in der Luschniki-Halle am Sonntag vollends in die Rolle der tragischen Figur: Am Freitag hatte Berdych nach einer 2:0-Satzführung bereits das erste Einzel gegen Marat Safin noch verloren (7:6, 6:4, 3:6, 2:6, 4:6). Am Sonntag führte er nach 3:39 Stunden gegen Nikolai Dawydenko mit 2:1 im fünften Satz. Beim Breakball zum 3:1 übertrat sich Berdych aber den Knöchel; er war danach nicht mehr in der Lage, die Partie wieder aufzunehmen.

Dawydenkos glückhafter Sieg bedeutete das entscheidende 3:1 für Russland, das bedeutungslose letzte Einzel verlor Marat Safin danach klar gegen Lukas Dlouhy. Russland gewann seit 1995 im Davis Cup 16 Heimspiele in Folge.

Problemlos erreichte Spanien in Bremen gegen Deutschland die Halbfinals. Der spanische Triumph stand bereits nach dem Doppel fest. Das Doppel gewannen Feliciano Lopez/Fernando Verdasco nach 4:45 Stunden gegen Philipp Kohlschreiber/Philipp Petzschner mit 12:10 im fünften Satz. Die Deutschen hatten im fünften Satz bei 6:5 und 8:7 zwei Matchbälle vergeben.

Bei Argentiniens Sieg über Schweden war David Nalbandian an den entscheidenden drei Punktgewinnen beteiligt: Nalbandian gewann beide Einzel und an der Seite von Guillermo Cañas auch das Doppel. Die USA setzten sich erwartungsgemäss gegen Frankreich durch, wobei Andy Roddick seine beiden Einzel ohne einen Satzverlust gewann.

In den Halbfinals im September trifft Argentinien daheim auf Russland, während Spanien die USA empfängt.

Davis Cup. Weltgruppe. Viertelfinals:

In Moskau (Halle/Sand): RUSSLAND - Tschechien 3:2.

Marat Safin s. Tomas Berdych 6:7 (5:7), 4:6, 6:3, 6:2, 6:4. Igor Andrejew u. Radek Stepanek 3:6, 2:6, 4:6. Andrejew/Nikolai Dawydenko s. Stepanek/Pavel Vizner 6:7 (5:7), 4:6, 6:3, 6:2, 6:4. Dawydenko s. Berdych 6:3, 2:6, 6:7 (5:7), 6:3, 1:2 w.o. (Verletzung Berdych). Safin u. Lukas Dlouhy 3:6, 3:6.

In Bremen (Halle/Hart): Deutschland - SPANIEN 1:4.

Nicolas Kiefer u. Rafael Nadal 6:7 (5:7), 0:6, 3:6. Philipp Kohlschreiber u. David Ferrer 7:6 (7:3), 3:6, 4:6, 2:6. Kohlschreiber/Philipp Petzschner u. Fernando Verdasco/Feliciano Lopez 7:6 (7:3), 6:7 (1:7), 4:6, 6:2, 10:12. Michael Berrer u. Verdasco 6:2, 6:7 (6:8), 4:6. Kiefer s. Feliciano Lopez 6:4, 7:6 (7:2).

In Buenos Aires (Sand): ARGENTINIEN - Schweden 4:1.

David Nalbandian s. Thomas Johansson 6:2, 5:7, 6:4, 6:2. José Acasuso u. Robin Söderling 0:6, 4:6, 1:6. Nalbandian/Guillermo Cañas s. Jonas Björkman/Robert Lindstedt 7:5, 6:4, 6:4. Nalbandian s. Söderling 6:4, 1:6, 4:6, 6:4, 9:7. Juan Monaco s. Johansson 6:3, 6:3.

In Winston-Salem, North Carolina (Halle, Hart): USA - Frankreich 4:1.

Andy Roddick s. Michael Llodra 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5). James Blake s. Paul-Henri Mathieu 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 6:3, 3:6, 7:5. Bob Bryan/Mike Bryan u. Michael Llodra/Arnaud Clément 7:6 (9:7), 5:7, 3:6, 4:6. Roddick s. Mathieu 6:2, 6:3, 6:2. Blake s. Richard Gasquet 6:7 (4:7), 6:4, 6:4. (si)

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