Hochsprung: Favoritin Vlasic geschlagen
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HochsprungFavoritin Vlasic geschlagen

Der 35. Start, ausgerechnet bei den Olympischen Spielen, war einer zu viel. Die kroatische Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic, seit Juni 2007 in 34 Meetings unbesiegt, erlitt im Olympiafinal eine überraschende Niederlage.

Olympiasiegerin wurde die belgische Europameisterin von 2006, Tia Hellebaut (30). Sie überquerte die Siegeshöhe von 2,05 bereits im ersten Versuch, Vlasic schaffte dies erst im zweiten Anlauf. Dabei hatte Hellebaut zuvor drei Versuche mehr benötigt als Vlasic, die sämtliche sieben Höhen bis 2,05 im ersten Anlauf schaffte. Hellebaut steigerte ihre persönliche Besthöhe um 2, ihre Saisonbestleistung gar um 5 cm. Sie gewann nach dem Silber der 4x100-m-Staffel am Vortag die zweite olympische Frauenmedaille aller Zeiten für Belgien.

Die diplomierte Chemikerin Hellebaut stammt aus Antwerpen. Sie war früher eine erfolgreiche Siebenkämpferin, kehrte im letzten Winter zum Mehrkampf zurück und gewann den Hallen-WM-Titel im Fünfkampf! Mit 1,82 ist sie um 11 Zentimeter kleiner als Vlasic, Europas Leichtathletin des Jahres 2007. Diese hatte in den letzten zwei Jahren mehr als ein Dutzend Mal vergeblich den 21 Jahre alten Weltrekord der Bulgarin Stefka Kostadinova (2,09) angegriffen hatte.Schon mehr als ein Dutzend Mal hatte Vlasic, im letzten Jahr "Europas Leichtathletin des Jahres", den 21 Jahre alten Weltrekord der Bulgarin Stefka Kostadinova (2,09) vergeblich angegriffen. 40 Mal in ihrer Karriere ist sie schon über 2 m gesprungen.

Dritte des hochklassigen Frauen-Hochsprungs, der die Wettkämpfe der Stadion-Leichtathletik im Vogelnest von Peking am Samstagabend beendete, wurde die Russin Anna Tschitscherowa mit persönlicher Besthöhe von 2,03.

(si)

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