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BundesligaFavres Fohlen schiessen Köln ab

Der 1. FC Köln konnte Mönchengladbach in der 31. Runde nicht gefährden. Das Team von Lucien Favre siegte locker mit 3:0. Die Fohlen bleiben am drittplatzierten Schalke 04 dran.

Die Gladbach-Spieler bejubeln einen Treffer gegen Köln.

Die Gladbach-Spieler bejubeln einen Treffer gegen Köln.

Lucien Favre und Mönchengladbach wehrten den Angriff des VfB Stuttgart auf den Champions-League-Platz ab und schlugen den 1. FC Köln 3:0. Nach dem Sieg im rheinischen Derby beträgt der Vorsprung der Borussia auf die fünfplatzierten Stuttgarter weiterhin sieben Punkte.

Der erste Erfolg nach vier sieglosen Partien in der Bundesliga und dem Ausscheiden im Cup-Halbfinal seit rund einem Monat sorgte im Borussia-Park für Erleichterung. Zumindest die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation dürfte drei Runden vor dem Saisonende gesichert sein. Aber Favre sagte auch: «Alles ist noch möglich.» Damit sprach der Schweizer die Möglichkeit an, in der Schlussphase noch vor Schalke auf den 3. Platz vorzurücken. Damit wäre Gladbach direkt für die Champions League qualifiziert und müsste nicht die Barrage bestreiten, in der die Rheinländer nicht gesetzt wären und auf ein Schwergewicht aus England, Spanien oder Italien treffen könnten.

Für den vierten Derbysieg in Folge sorgten Juan Arango mittels Freistoss (19.) sowie Tony Jantschke (53.) und Marco Reus (55.) mit ihrem Doppelschlag nach der Pause. In einer schwierigen Phase war der Nachbar ein dankbarer Gegner für Gladbach. Erst zweimal siegten die Kölner in der Rückrunde. In den letzten sechs sieglosen Partien kassierten sie 20 Gegentore. Seit Wochen präsentiert sich der «FC» wie ein Absteiger. Die Prognosen für die Kölner sind ungünstig. Schon am nächsten Spieltag könnte Hertha Berlin auf Kosten der Kölner auf den Barrageplatz vorrücken: während Hertha den Tabellenletzten Kaiserslautern empfängt, spielt Köln zuhause gegen den formstarken VfB Stuttgart.

Für Köln rückt Abstieg näher

Der fünfte Abstieg des 1. FC Köln seit 1998 ist ein wahrscheinliches Szenario. Er wäre das schreckliche Ende einer Saison, die bis zur Winterpause auf dem Rasen ordentlich verlief (10. Platz), aber daneben schon früh wenig ermutigende Zeichen offenbarte. Vereinspräsident Wolfgang Overath trat im November 2011 zurück, der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen Sportchef Volker Finke und Trainer Stale Solbakken führte im März zur Absetzung von Finke, ehe letzte Woche auch der Trainer gehen musste.

Nun soll Frank Schaefer das schlingernde Schiff wieder auf Kurs bringen. Jener Schaefer also, der Ende April 2011 als Köln-Trainer genug hatte und seinen Rücktritt mit persönlichen Gründen erklärt hatte. Der Weg der Kölner erinnert sehr an den Parcours von Eintracht Frankfurt vor einem Jahr. Aus dem gesicherten Tabellenmittelfeld stürzte die Eintracht im Frühling ab - bis in die 2. Bundesliga.

Bundesliga, 31. Runde, Sonntag:

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln 3:0 (1:0)

52'990 Zuschauer.

Tore: 19. Arango 1:0. 53. Jantschke 2:0. 55. Reus 3:0.

Freiburg - Hoffenheim 0:0

23'500 Zuschauer.

1. Bundesliga

(si)

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