Bundesliga: Favres Gladbach lässt Punkte liegen
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BundesligaFavres Gladbach lässt Punkte liegen

Borussia Mönchengladbach musste sich auswärts gegen Werder Bremen mit einem 2:2 begnügen. Hertha Berlin steckt nach der 1:2-Heimpleite gegen Freiburg immer tiefer im Abstiegskampf.

Lucien Favres Gladbach liess in Bremen Punkte liegen. (Bild: Freshfocus)

Lucien Favres Gladbach liess in Bremen Punkte liegen. (Bild: Freshfocus)

Borussia Mönchengladbach hat nach zuletzt spielerisch weniger ansprechenden Leistungen als auch schon wieder einmal stark aufgespielt. In der 30. Bundesliga-Runde reichte es dem Team von Lucien Favre dennoch nur zu einem 2:2 in Bremen.

Begünstigt wurde der Punktgewinn nach dem Platzverweis gegen den Werderaner Sebastian Boenisch durch eine 63-minütige Überzahl. Dennoch schaffte Gladbach erst in der zweiten Halbzeit die durchaus verdiente (zwischenzeitliche) Wende. Ein Doppelschlag von Mike Hanke führte innerhalb von 15 Minuten (52./67.) zum 2:1. Die Borussia trat gegen die neun Bremer Feldspieler überlegen auf, vernachlässigte zum Leidwesen von Favre nach der Pause aber die Defensivarbeit vermehrt.

Eine Unzulänglichkeit nützte Naldo nach einer Standardsituation zum 2:2 aus. «Wir haben zwei Punkte verschenkt. Wir hätten nach dem 2:1 weiter nach vorne spielen müssen, stattdessen haben wir uns zurückgezogen», ärgerte sich der deutsche Internationale Marco Reus nach dem fünften Gladbacher Spiel ohne Sieg. Vier Runden vor Schluss befindet sich Gladbach noch immer auf gutem Weg, den Einzug ins Vorzimmer der Champions League zu schaffen. Die Reserve auf das fünftklassierte Stuttgart beträgt noch immer sieben Punkte.

Kölner Einbruch und Herthas Pleite

Im freien Fall befindet sich der 1. FC Köln. Nach dem 0:4 in Mainz ist das völlig verunsicherte Team des Norweger Stale Solbakken seit fünf Runden ohne Sieg. Es droht nach einer abermals ganz schwachen Leistung (mindestens) die Barrage, im schlimmsten Fall Ende Saison aber auch der direkte Abstieg in die zweite Liga. In Mainz brachen die Kölner nach einem ungerechtfertigten Penalty, der zum 0:1 führte, völlig ein. Zwischen der 19. und 54. Minute kassierten sie die Gegentreffer 14 bis 17 seit Beginn der Negativserie.

Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt noch immer zwei Punkte. Und auch der auf Rang 15 klassierte Aufsteiger Augsburg, der gegen Stuttgart trotz anfänglich klarer Dominanz 1:3 verlor, liegt mit nur einem Zähler Reserve auf Köln weiter in Griffnähe. Der Ernst der Lage ist einigen Akteuren offenbar noch immer noch bewusst. Anders sind die Eskapaden abseits des Platzes, wie sie jüngst den Polen Slawomir Peszko seinen Platz im EM-Kader kosteten, nicht zu erklären.

Hertha BSC verliert die von Trainer Otto Rehhagel ausgerufenen «Entscheidungsschlacht» im Kampf um den Klassenerhalt gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg 1:2.

Nach der fünften Niederlage unter Rehhagel stehen die Berliner mit 27 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz.

Bundesliga, 30. Runde

Werder Bremen - Mönchengladbach 2:2 (1:0).

42 100 Zuschauer (ausverkauft).

Tore: 18. Rosenberg 1:0. 52. Hanke 1:1. 67. Hanke 1:2. 74. Naldo 2:2.

Bemerkungen: Bremen bis 75. mit Affolter. 27. Rote Karte gegen Boenisch (Werder/Notbremse-Foul).

Augsburg - Stuttgart 1:3 (1:2).

30 600 Zuschauer.

Tore: 5. Rafael (Foulpenalty) 1:0. 24. Tasci 1:1. 34. Harnik 1:2. 84. Ibisevic 1:3.

Mainz - Köln 4:0 (3:0).

34 000 Zuschauer (ausverkauft).

Tore: 19. Polanski (Foulpenalty) 1:0. 31. Zidan 2:0. 37. Nicolai Müller 3:0. 54. Szalai 4:0.

Hertha Berlin - Freiburg 1:2 (0:1).

45 778 Zuschauer.

Tore: 7. Hubnik (Eigentor) 0:1. 67. Freis 0:2. 81. Hubnik 1:2.

Bemerkungen: Hertha ohne Lustenberger, Freiburg ohne Ferati (beide verletzt).

1. Bundesliga

(si)

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