«Anti-Terror-Operation»: FBI-Agenten offenbar in der Ukraine getötet
Aktualisiert

«Anti-Terror-Operation»FBI-Agenten offenbar in der Ukraine getötet

Nach Angaben von Separatisten haben die Truppen der ukrainischen Regierung mehr Verluste erlitten, als sie bisher bekannt gaben. Viele Opfer waren Geheimdienstmitarbeiter.

Bei der «Anti-Terror-Operation» im Osten der Ukraine haben die Regierungstruppen nach Informationen prorussischer Kräfte bisher höhere Verluste erlitten als offiziell eingeräumt. Mindestens 650 Menschen seien seit Anfang Mai verletzt, gefangen oder getötet worden.

Das teilte der selbst ernannte «Volksbürgermeister» der umkämpften Grossstadt Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, am Samstag der Agentur Interfax zufolge mit. Unter den «Verlusten» seien auch 13 getötete und 12 verletzte Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA sowie vom FBI.

90 Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes seien tot

Wie der Separatistenführer gemäss Interfax in einer von der selbst ernannten «Volksrepublik Donezk» veröffentlichten Videobotschaft behauptete, seien allein 90 Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU bei den Kämpfen im Südosten der Ex-Sowjetrepublik gestorben.

Auch private Militärfirmen aus Polen und den USA hätten Verluste zu beklagen. Die Regierungstruppen hätten zudem acht Kampfhelikopter sowie weitere Militärtechnik verloren.

250 Personen sind nach offiziellen Angaben gestorben

Offiziell bestätigt ist der Einsatz ausländischer Söldner in dem Konfliktgebiet aber weiter nicht. Auch Russland hatte Vorwürfe stets bestritten, Geheimdienstler einzusetzen.

Die Vereinten Nationen hatten die Zahl der Toten in der Ukraine seit Beginn der Krise mit 250 angegeben, darunter allein etwa 100 bei der proeuropäischen Revolution auf dem Maidan im Januar und Februar. (sda)

Zweiter Runder Tisch ohne Ergebnis

Auch der zweite Runde Tisch zur Entschärfung des Konflikts in der Ukraine ist ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Beobachter sprachen nach dem Treffen in der Stadt Charkow am Samstag aber von einer deutlich besseren Gesprächsatmosphäre als zuletzt.

Regierungschef Arseni Jazenjuk kündigte weitere Runde Tische an, um die von separatistischen Bestrebungen bedrohte Einheit des Landes zu erhalten. Wie beim ersten ergebnislosen Treffen in der Hauptstadt Kiew am Mittwoch blieben auch in der zweiten Runde die militanten prorussischen Kräfte aussen vor.

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