Russland-Affäre: FBI durchsucht Haus von Trumps Ex-Wahlkampfchef
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Russland-AffäreFBI durchsucht Haus von Trumps Ex-Wahlkampfchef

Im Zusammenhang mit der Russland-Affäre hat die US-Bundespolizeibehörde FBI eine Razzia im Haus von Paul Manafort durchgeführt. Dieser habe sich kooperativ gezeigt.

von
nag
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Wurde mit einem Durchsuchungsbefehl konfrontiert: Paul Manafort anlässlich einer öffentlichen Anhörung vom 26. Juli 2017.

Wurde mit einem Durchsuchungsbefehl konfrontiert: Paul Manafort anlässlich einer öffentlichen Anhörung vom 26. Juli 2017.

Keystone/Matt Rourke
Bot seinen Rücktritt an: Paul Manafort hier bei einer Wahlkampfveranstaltung in Washington DC. (19. August 2016)

Bot seinen Rücktritt an: Paul Manafort hier bei einer Wahlkampfveranstaltung in Washington DC. (19. August 2016)

AFP/Chip Somodevilla
Holte erst kürzlich neue Leute ins Wahlkampfteam: Donald Trump, hier bei einer Rede in West Bend. (17. August 2016)

Holte erst kürzlich neue Leute ins Wahlkampfteam: Donald Trump, hier bei einer Rede in West Bend. (17. August 2016)

Keystone

Die US-Bundespolizei FBI hat im Juli das Haus von Donald Trumps früherem Wahlkampfchef Paul Manafort durchsucht. Ein Sprecher Manaforts bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der «Washington Post». Manafort arbeite mit den Behörden zusammen, hiess es in dem Statement des Sprechers.

Trumps früherer Wahlkampfchef steht im Zusammenhang mit den Untersuchungen des FBI in der Russland-Affäre, in der mit Robert Mueller auch ein Sonderermittler tätig ist, im Visier der Ermittler. Es besteht der Verdacht, dass Trumps Wahlkampf-Team mit Russland zusammengearbeitet hat, um einen Wahlsieg der Demokratin Hillary Clinton zu verhindern.

Razzia bereits vor zwei Wochen

Die Razzia habe am 26. Juli im Morgengrauen in Manaforts Anwesen im Bundesstaat Virginia stattgefunden, schrieb die «Washington Post» heute. Tags zuvor hatte Manafort vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats in vertraulicher Sitzung ausgesagt.

Manafort, seit Jahrzehnten eine schillernde Figur im Dunstkreis der republikanischen Partei in Washington, werden enge Kontakte nach Russland nachgesagt. Von Juni bis August 2016 hatte er den Wahlkampf Trumps geleitet, bevor der heutige Präsident ihn wegen seiner undurchsichtigen Kontakte zur früheren pro-russischen Regierung in der Ukraine entlassen musste.

Manafort war auch einer der Teilnehmer beim Treffen von Trumps Sohn Donald Junior im Juni 2016 mit einer russischen Anwältin. Sie hatte angeblich belastendes Material über Hillary Clinton in Aussicht gestellt. (nag/sda)

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