Aktualisiert 05.04.2007 11:20

FBI ermittelt gegen Second-Life-Casinos

Den Machern von Second Life droht eine Klage wegen illegalen Glückspiels. Klare Gesetzesvorlagen fehlen diesbezüglich.

Die Macher des populären Online-Rollenspiels haben das FBI eingeladen, sich in den virtuellen Casinos umzusehen und zu prüfen, ob diese gegen US-Gesetze verstossen, sagte am Dienstag Ginsu Yoon, Vizepräsident für wirtschaftliche Angelegenheiten bei Linden Lab. Das Unternehmen wolle gerne Richtlinien für das virtuelle Glücksspiel festlegen, aber es fehlten bisher klare Vorgaben der Behörden.

Linden Lab verantwortlich?

Viele Anwälte sind der Meinung, die virtuellen Casinos verstossen wahrscheinlich gegen das im vergangenen Jahr erlassene Glücksspielverbot im Internet oder das Gesetz gegen illegales Glücksspiel von 1970. Dennoch bleibt unklar, inwieweit Linden Lab dafür zur Verantwortung gezogen werden kann. Das FBI und die Staatsanwaltschaft von North Carolina wollten sich zu dem Fall zunächst nicht äussern.

Gesetz gegen Banktransfers

Im Oktober hatte US-Präsident George W. Bush ein Gesetz unterzeichnet, das es amerikanischen Banken und Kreditkartenfirmen verbietet, Geld an Betreiber von Online-Glücksspielen zu überweisen. Ausserdem sieht es hohe Strafen gegen die Betreiber von Online-Glücksspielen vor. (dapd)

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