FBI kritisierte Pentagon wegen Guantánamo
Aktualisiert

FBI kritisierte Pentagon wegen Guantánamo

Beamte des US-Bundeskriminalamtes FBI haben nach Angaben der US-Bürgerechtsbewegung ACLU ranghohe Vertreter des Pentagons wegen der Misshandlung mutmasslicher Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo kritisiert.

Jüngst veröffentlichte Regierungsdokumente belegten, dass die FBI-Agenten die «aggressiven Verhörmethoden... mit fragwürdiger Wirkung» bemängelt haben, wie die grösste Bürgerechtsorganisation der USA am Donnerstag in New York berichtete. Demnach habe das FBI auch Zweifel an der Rechtmässigkeit der Pentagon-Methoden gehabt.

Die Dokumente belegten auch, dass hohe Pentagon-Repräsentanten für den Einsatz der «aggressiven Verhörmethoden» verantwortlich gewesen seien, so die ACLU. Die dokumentierten Auseinandersetzungen zwischen FBI und Pentagon über die Verhörmethoden gab es den Angaben zufolge im Mai 2003.

Ein Expertenteam der UNO-Menschenrechtskommission hatte vergangene Woche die USA aufgefordert, das Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba unverzüglich zu schliessen.

In dem in Genf veröffentlichten Bericht heisst es, einzelne Verhörpraktiken, von denen ihnen ehemalige Insassen des Lagers berichtet hatten, käme einer Folterung gleich.

(sda)

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