FBI überfordert: Terroristen-Nachrichten bleiben unübersetzt
Aktualisiert

FBI überfordert: Terroristen-Nachrichten bleiben unübersetzt

Die US-Bundespolizei FBI sitzt auf einem Berg von abgefangenen Nachrichten von mutmasslichen Terroristen, die bislang nicht übersetzt wurden. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Justizministeriums.

Trotz einer Aufstockung der finanziellen Mittel und des Personals könne das FBI noch immer nicht ohne zeitliche Verzögerung abgehörte Al-Kaida- Funksprüche übersetzen. Bei mehr als einem Drittel des Materials dauere es länger als zwölf Stunden, hiess es.

Mehr als 123.000 Stunden an Tonbandaufnahmen mit einem möglicherweise terroristischen Hintergrund, die seit dem 11. September 2001 gesammeltt wurden, sind bislang nicht überprüft worden. Zudem wurden mehr als 370.000 Stunden Tonbandaufnahmen der Spionageabwehr bislang nicht untersucht.

Dabei erhält das FBI den Angaben zufolge für seinen Übersetzungsdienst statt 21,5 Millionen Dollar 2001 nun rund 70 Millionen Dollar in diesem Jahr. Die Zahl der Übersetzer stieg von 883 auf 1.214. Das abgefangene Material in Sprachen wie Arabisch und Paschtun stieg aber um 45 Prozent.

(dapd)

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