FC Barcelona will trotz 1,45 Milliarden Schulden Geld raushauen

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Den FC Barcelona plagen Schulden in Milliardenhöhe. Trotzdem verkündet Barça-Präsident Joan Laporta nun, im grossen Stil investieren zu wollen.

von
Florian Gnägi
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Joan Laporta kündigt grosse Investitionen an.

Joan Laporta kündigt grosse Investitionen an.

imago images/ZUMA Wire
Ganze 1,6 Milliarden Franken wollen die Katalanen investieren. 

Ganze 1,6 Milliarden Franken wollen die Katalanen investieren.

AFP
Ein grosser Teil davon soll in der Renovation des Camp Nou landen.

Ein grosser Teil davon soll in der Renovation des Camp Nou landen.

VI Images/freshfocus

Darum gehts

  • Der FC Barcelona schlägt sich mit Schulden in Höhe von rund 1,45 Milliarden Franken herum.

  • Trotzdem kündigt Präsident Joan Laporta nun an, in Milliardenhöhe investieren zu wollen.

  • Dabei soll ein Grossteil des Geldes in die Renovation des Camp-Nou-Stadions gesteckt werden.

Der FC Barcelona durchlebt zurzeit keine einfache Phase. Der Verein läuft sportlich dem Glanz vergangener Tage hinterher, musste den Verlust einiger Leistungsträger (allen voran den von Superstar Lionel Messi) verkraften und schlägt sich dazu mit gigantischen Schulden in der kolportierten Höhe von 1,45 Milliarden Franken herum. Daher überraschen die Töne, die Präsident Joan Laporta nun anschlägt.

«Wir werden schon bald die Auferstehung Barças erleben, wieder der beste Verein der Welt werden und die beste Mannschaft der Welt haben», kündigte Laporta in der spanischen Zeitung «Sport» an. Mit dem Projekt «Espai Barça» will der Club zurück zur alten Stärke finden. Im Rahmen des Projektes wollen die Katalanen unfassbare 1,6 Milliarden Franken investieren. Mit dem Geld soll unter anderem das legendäre Camp Nou renoviert werden. Allein für den Ausbau auf 110’000 Zuschauerplätze sollen demnach 643 Millionen Franken fällig werden.

Finanzspritze durch die Super League?

Doch wie wollen die Katalanen das finanzieren? Eine Möglichkeit bleibt laut Laporta die European Super League. «Sie liegt nicht auf Eis, ganz im Gegenteil, sie ist quicklebendig und es finden Gespräche statt», stellt er klar. Eine weitere Option sei der Deal mit der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners, dem sich Barça, Real und Atletico zuletzt noch verweigert hatten: «Wenn sie das Projekt neu aufsetzen, schauen wir es uns noch einmal an.»

Bei dem Deal hätte die spanische Liga zehn Prozent der eigenen TV-Anteile für eine Finanzspritze abgegeben. Ein Geschäft, das Laporta nicht schmeckt: «Zehn Prozent unserer Fernsehrechte für die nächsten 50 Jahre als Garantie abzutreten, das geht nicht», so der Barça-Boss, der sich nicht für so einen langen Zeitraum an einen Vertragspartner binden lassen wollte.

Mega-Angebot für Top-Talent Fati abgelehnt

Der Grund für die desolate Finanzlage beim FC Barcelona verortete die neue Club-Führung immer wieder bei dem früheren Barça-Boss Josep Maria Bartomeu. Dieser wehrte sich zuletzt aber in einem Interview vehement gegen die Vorwürfe und betonte, dass primär die Corona-Pandemie an der finanziellen Schieflage des Vereins Schuld sei. Er habe den Club nicht schlecht geführt und auch kein schlechtes Erbe hinterlassen, so der 58-Jährige.

Viel Geld hätte der kriselnde Top-Club gemäss Bartomeu auch mit dem Verkauf eines ihrer Supertalente einnehmen können. Der Vorgänger von Laporta offenbarte zuletzt in einem Interview, dass den Katalanen im Sommer 2020 ein Angebot in Höhe von über 160 Millionen Franken aus der Premier League für Sturmjuwel Ansu Fati vorlag.

Der 18-jährige Angreifer blieb aber bei Barcelona und ist nun eine der grössten sportlichen Hoffnungen des Clubs. Er verpasste grosse Teile der letzten Saison wegen einer Knieverletzung, ist mittlerweile aber wieder genesen und feierte sein Comeback mit der legendären Rückennummer 10, die er im Sommer von Superstar Lionel Messi übernahm.

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