Aktualisiert 16.03.2006 22:04

FC Basel schreibt Geschichte - kommt jetzt Schalke?

Dank dem Einzug in die Uefa-Cup-Viertelfinals steht der FC Basel erstmals seit 32 Jahren wieder in der Runde der letzten Acht im Europacup. Ein 2:2 in Strasbourg reichte den Rotblauen nach dem 2:0-Hinspielsieg.

Ein Start nach Mass gelang dem Schweizer Meister im Rückspiel des Uefa-Cup-Achtelfinals. Bereits nach drei Minuten und einer missratenen Abseitsfalle der Franzosen, stürmten drei Basler alleine auf Puydebois im Tor der Strasbourger. Eduardo konnte sicher zum 1:0 verwandeln. Danach glaubten sich die Spieler des FCBs schon in den Viertelfinals und wurden nachlässig. In der Folge an einen Eckball traf Rudy Carlier freistehend zum Ausgleich. Basel wirkte noch nicht konzentriert, der französische Abstiegskandidat kam dadurch immer wieder zu guten Chancen. Doch erneut war es der fleissige Brasilianer Eduardo, welcher nach einem Konter und einer Degenflanke freistehend zum 2:1 einschiessen konnte. Strasbourg spielte gut, Basel erzielte die Tore.

Zweite Viertelfinal-Qualifikation

Basel lief nie Gefahr die Viertelfinal-Qualifikation zu vergeben. In der zweiten Halbzeit verwalteten die «Bebbi» das Resultat bis zum verdienten Ausgleich durch Cédric Kanté gekonnt. Strasbourg war wohl bemüht und zeigte eine gute Leistung. Doch mit den Abschluss-Sünden der Franzosen kann man international kein Spiel gewinnen. Zudem nahm Eduardo den Gastgebern mit seinen beiden Toren früh den Wind aus den Segeln. Allerdings kam dem FC Basel erneut die lange Verletztenliste des Gegners und auch die Schonung einiger Stammkräfte von Strasbourg entgegen. Die Elsässer plagen in der heimischen Liga akute Abstiegssorgen.

Der FC Basel steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in einem europäischen Viertelfinal. Letztmals gelang den Baslern dieses «Kunststück» vor 32 Jahren, als ein hoher 6:4-Heimsieg über Brügge (1:2- Niederlage im Hinspiel) den Weg in die Meistercup-Viertelfinals freimachte. Der Schweizer Meister ist seit 1990 (Grasshoppers) der erste Schweizer Vertreter in den Viertelfinal-Tableaus in einem Europacup-Wettbewerb. Auch für die Schweiz kommt der Erfolg gelegen. Im Uefa-Ranking kann mit Basels weitem Vorstossen in der übernächsten Saison eventuell doch noch ein zweiter Startplatz in der Champions-League-Qualifikation erreicht werden.

Schalke und Sevilla am attraktivsten

Auf den FC Basel warten in den Viertelfinals des UEFA-Cups, die am 30. März und 6. April ausgetragen werden, attraktive und weniger zugkräftige Gegner. Der FC Sevilla oder Schalke wären Traumlose, doch schwere (aber nicht unlösbare) Aufgaben würden auch gegen Middlesbrough oder die unbequemen Gegner aus dem Ostblock, Levski Sofia, Zenit St. Petersburg, Rapid Bukarest und eventuell auch Steaua Bukarest (oder Betis Sevilla) bevorstehen.

UEFA-Cup, Strasbourg - FCB - Telegramm

Strasbourg - Basel 2:2 (1:2)

Meinau. - 8115 Zuschauer. - SR Benquerença (Por).

Tore: 3. Eduardo 0:1. 10. Carlier 1:1. 26. Eduardo 1:2. 78. Kanté 2:2.

Strasbourg: Puydebois; Deroff, Bellaid, Kanté, Abou; Johansen, Faty, Pontus Farnerud, Boka; Carlier, Alexander Farnerud.

Basel: Zuberbühler; Zanni, Majstorovic, Smiljanic, Berner (79. Chipperfield); Ba; David Degen, Delgado (66. Ergic), Petric, Sterjovski; Eduardo (86. Baykal).

Bemerkungen: Strasbourg ohne Nemeth (nicht spielberechtigt), Cassard, Devaux, Haggui, Arrache, Le Pen, Gameiro, Keita und Loué (alle verletzt). Basel ohne Kawelaschili und Nakata (beide nicht spielberechtigt) sowie Murat Yakin, Carignano, Mesbah, Quennoz und Dzombic (alle verletzt).

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