Gefängnisstrafe für YB-Anhänger - FC-Thun-Fan wird wegen des «falschen» Schals spitalreif geprügelt
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Gefängnisstrafe für YB-AnhängerFC-Thun-Fan wird wegen des «falschen» Schals spitalreif geprügelt

Ein YB-Fan wollte einem Anhänger des FC Thun den Schal entreissen. Nach dem anschliessenden Kampf musste der Thuner ins Spital. Nun wurde der Täter zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt.

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Ein YB-Fan verprügelte im Herbst 2019 einen Anhänger des FC Thun. Bild: Thuner Anhänger beim Cup-Final gegen den FC Basel. 

Ein YB-Fan verprügelte im Herbst 2019 einen Anhänger des FC Thun. Bild: Thuner Anhänger beim Cup-Final gegen den FC Basel.

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Das Opfer musste mit diversen Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. (Symbolbild)

Das Opfer musste mit diversen Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. (Symbolbild)

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Das Regionalgericht in Thun verurteilte den Täter zu einer bedingten Gefängnisstrafe.

Das Regionalgericht in Thun verurteilte den Täter zu einer bedingten Gefängnisstrafe.

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Darum gehts

  • Im Herbst 2019 kam es zu einer Rauferei zwischen einem YB- und einem FC-Thun-Fan.

  • Der Thuner erlitt beim Kampf diverse Verletzungen und musste ins Spital.

  • Nun bezahlt der YB-Fan die Zeche: Das Gericht hat ihn zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt.

In der Region Thun kam es an einem Herbstabend 2019 zu einer Prügelei. Zwei YB-Fans, die sich auf einer Joggingrunde befanden, trafen auf zwei alkoholisierte Anhänger des FC Thun, die sich nach einem Match der beiden Teams auf dem Nachhauseweg befanden. Einer der Jogger, der sich bereits zuvor über das Verhalten von Thun-Fans gegenüber in der Region wohnhaften YB-Fans ärgerte, beschloss kurzerhand, den Thunern ihre Fan-Schals und -Jacken wegzunehmen. Zwischen ihm und einem der Oberländer kams zum Boxkampf, bei dem der Thuner zu Boden ging. Nach mehreren Tritten gegen dessen Kopf konnte der YB-Fan den Schal schliesslich entwenden. Das Opfer wurde mit verschiedenen Verletzungen ins Spital eingeliefert.

Am Mittwoch nun mussten sich die YB-Fans vor dem Regionalgericht Oberland in Thun verantworten, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Dabei folgte das Gericht weitgehend den Anträgen des Staatsanwalts: Es verurteilte den Haupttäter wegen Raubes und einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. Zudem muss er Verfahrenskosten von rund 10’000 Franken sowie eine Opferentschädigung in Höhe von 8130 Franken bezahlen. Auch sein Kollege kam nicht ungeschoren davon: Er kassierte wegen Raubes eine bedingte Freiheitsstrafe von sieben Monaten und muss Verfahrenskosten von 3320 Franken entrichten.

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Hier findest du Hilfe:

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Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(sul)

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