15.02.2018 09:13

Beispielloser Fall FC Winterthur verklagt Fan wegen Knallkörper

Eine Busse von 12'000 Franken musste der FC Winterthur zahlen, weil ein Fan einen Knallkörper auf das Spielfeld geworfen hatte. Dieses Geld fordert der Club nun zurück.

von
som
Dass ein Club seine eigenen Fans verklagt, ist neu.

Dass ein Club seine eigenen Fans verklagt, ist neu.

Keystone/Walter Bieri/Archiv

Gegen die «heimtückische und feige Attacke» wolle man ein Zeichen setzen, sagte FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli im «Landboten» vom Donnerstag. Der 21-jährige Fan hatte im Mai 2017 von der Gegentribüne aus einen Knallkörper aufs Feld geworfen, der direkt neben Captain Patrik Schuler explodierte. Schuler blieb unverletzt.

Busse von 12'000 Franken

Die Swiss Football League büsst jeweils den Heimclub, wenn eigene Fans oder Fans im neutralen Sektor randalieren. In diesem Fall konnte der Fan keiner Gruppierung zugeordnet werden, somit wurde der FCW zur Kasse gebeten. Knapp 12'000 Franken musste der FCW zahlen. Dieses Geld will der FCW vom jungen Mann nun zurück. «Wir haben nichts Unrechtes getan», sagte Mösli weiter.

Der beschuldigte Fan aus dem weiteren Umland von Winterthur bestreitet die Forderung und hat einen Anwalt genommen. Nun kommt der Fall deshalb vor den Friedensrichter. Dass ein Club einen Fan verklagt, ist neu. Die Swiss Football League unterstützt aber die Haltung des FCW, «die überführte Person in Regress zu nehmen», wie sie gegenüber dem «Landboten» angab. Ein solches Urteil könne richtungsweisende Wirkung haben. (som/sda)

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