FC Zürich erteilt 60 Fans ein sofortiges Stadionverbot
Aktualisiert

FC Zürich erteilt 60 Fans ein sofortiges Stadionverbot

Der FC Zürich will keine gewaltbereiten Fans: Zwei Gruppierungen mit rund 60 Anhängern haben ab sofort Stadionverbot.

«Wir wollen keine Stadion-Terroristen», sagt FCZ-Sicherheitschef Christian Schöttli. Gemeint sind Fans, die laut FCZ nicht wegen dem Fussball ins Stadion kommen, sondern Gewalt suchen und das Sicherheitspersonal, «echte Fans» und die Polizei gefährden. «Wir beobachten die Szene ständig. Im letzten halben Jahr gab es zwei Gruppierungen, deren Gewaltbereitschaft stetig zugenommen hat», so Schöttli.

«Irgendwann muss man Konsequenzen ziehen»: Anhänger von «K4» und den «Fussball Prolls» haben jetzt Stadionverbot – der FCZ bezeichnet diese Massnahme als «Förderung von Fan-Kultur». Betroffen sind rund 60 gewaltbereite Fans. Diese will der FCZ «deanonymisieren»: Man kennt ihre Gesichter, aber nicht die Namen dazu. Wollen sie jetzt ins Stadion, werden sie festgehalten und ihre Personalien aufgenommen.

Der FCZ arbeitet für diese «Deanonymisierung» auch mit der Stapo zusammen. Die Kontrolle von 18 Fans in einem Tram am Samstag ist ein Ergebnis davon. Vier Schweizer «K4»- und «Fussball-Prolls»-Anhänger im Alter von 26 bis 34 Jahren wurden festgenommen. Sie erhielten einen Strafbefehl wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte – dafür gibts 14 bis 30 Tage bedingt.

Adrian Schulthess

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