FC Zürich: «Langstrasse versus Reeperbahn»
Aktualisiert

FC Zürich: «Langstrasse versus Reeperbahn»

Innert vier
Tagen empfängt der FCZ
zwei Schwergewichte:
Gegen den HSV gehts
um den Uefa-Cup, am
nächsten Samstag gegen
den FC Basel um die
Meisterschaft.

Ohne Dissonanzen verlief die Vorbereitung auf den ersten von zwei Programmhöhepunkten nicht. Das 0:1 beim Tabellenletzten in St.Gallen war kein ideales Signal. Zu reden gaben nicht nur die Fehlpfiffe des Schiedsrichters, sondern auch das Verhalten der Zürcher. Alain Rochat sah Rot, Coach Bernard Challandes ebenfalls, Sportchef Fredy Bickel tobte – der Meister verlor die Orientierung.

Am Abend vor dem Spiel gegen Hamburg räumte Bickel Fehler ein: «In St.Gallen sind wir alle zusammen nicht souverän aufgetreten. Wir müssen die Fehler zuerst bei uns suchen. Der Rückschlag kam im dümmsten Moment.» Sechs der letzten sieben Partien hat der FCZ verloren. In die Reihe der Schwarzmaler mag sich Bickel gleichwohl nicht stellen. «Klar, wir erspielen uns zu wenig Chancen. Aber das Team ist relativ neu. Es läuft nicht alles falsch.» Zur allgemeinen Beruhigung könnte die Rückkehr von Yassine Chikhaoui beitragen. Die Frage wird im Falle Chikhaouis sein, wie viel Substanz ihn der Afrika-Cup gekostet hat. Der FCZ benötigt die technische Klasse des Tunesiers. Sollte Challandes ihn einsetzen, wird er im Sturm spielen. Nur mit «Schönwetterfussball» kann der FCZ gegen den HSV jedoch nicht bestehen. Diese Erkenntnis ist zumindest

in der Marketingabteilung nicht neu: Mit dem Slogan «Langstrasse versus Reeperbahn» wurde für die Partie geworben.

SI

HSV: Atouba wird vermisst

Der Hamburger SV wartete gestern in Zürich vergeblich auf den Kameruner Thimothée Atouba, der wie sein ägyptischer Teamkollege Mohamed Zidan direkt vom Afrika-Cup-Final hätte anreisen müssen. Während der im Final siegreiche Zidan pünktlich eintraf, hat der HSV vom früheren Basler Verteidiger Atouba seit dem Uefa-Cup-Spiel am 20. Dezember gegen Basel nichts mehr gehört. Atouba hatte auch beim Fitnesstest von Kamerun im Januar gefehlt. «Wir haben ihm ausrichten lassen, dass er sich melden soll», sagte Trainer Huub Stevens in Zürich, «weiter will ich nicht darüber sprechen.»

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