Aktualisiert 11.06.2015 12:14

Guerilla-Aktion

FCB-Fans wünschen sich einen Marco-Streller-Platz

Zu Ehren der abgetretenen FCB-Ikone Marco Streller wurden beim Basler Erasmusplatz die Strassenschilder überklebt. Der Urheber ist eruiert – und den Fans gefällts.

von
aj
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Hinter der Aktion steht die Bar Didi-Offensiv.

Hinter der Aktion steht die Bar Didi-Offensiv.

aj
Auf der anderen Seite des Erasmus-Platzes gab es bereits Nachahmer.

Auf der anderen Seite des Erasmus-Platzes gab es bereits Nachahmer.

aj
Die Installation soll mindestens bis am 20. Juni bestehen bleiben.

Die Installation soll mindestens bis am 20. Juni bestehen bleiben.

aj

Gleich unterhalb des einen abgeklebten Schildes ist die Fussballkulturbar Didi:Offensiv beheimatet. Dort werden regelmässig Live-Spiele gezeigt und Veranstaltungen zur Fussballkultur durchgeführt. Auf Anfrage von 20 Minuten sagt Geschäftsführer Benedikt Pfister: «Wir haben anlässlich des letzten Meisterschaftsspiels von Marco Streller das Strassenschild überklebt.» Die Aktion sei augenzwinkernd zu verstehen: «Wir haben natürlich nicht den Anspruch, dass der Erasmusplatz umbenannt wird», so Pfister weiter.

Die Reaktionen der Fans seien aber durchwegs positiv gewesen. «Es gab zahlreiche Rückmeldungen. Die meisten fanden es witzig», so Pfister. Geplant ist, dass das Schild bis mindestens zu den Betriebsferien der Bar (ab 20. Juni) hängen bleibt – falls sich bis dann weiterhin niemand beschwert oder daran stört.

Nachahmer am Werk

Auch auf der anderen Seite des Platzes wurde am Montag ein zweites Schild überklebt. «Damit haben wir aber nichts zu tun», versichert Pfister. Offenbar haben aber an der Idee noch weitere FCB-Fans Gefallen gefunden.

Dennoch wird der Marco-Streller-Platz wohl nur ein Wunschtraum bleiben. «Meines Wissens können nur Verstorbene einen Strassen- oder Platznamen erhalten. Und ich hoffe doch, dass uns Marco Streller noch ein paar Jahre erhalten bleibt», sagt Pfister augenzwinkernd. Polizeisprecher Martin Schütz bestätigt: «Es ist geltende Praxis der Nomenklaturkommission, keine Strassen oder Plätze nach lebenden Personen zu benennen.»

Bereits vor einigen Jahren entflammte in Basel eine Diskussion, ob zu Ehren von Roger Federer eine Strasse oder ein Platz nach ihm zu benennen wäre. Auch schon damals wurde dies aufgrund der geltenden Praxis abgelehnt. Selbst in Münchenstein, wo Federer aufgewachsen ist, wurde ein solches Begehren verworfen.

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