Aktualisiert 02.06.2020 19:33

Fast 20 Millionen Verlust

FCB mit Rekord-Minus

Der FC Basel veröffentlicht seine Kennzahlen. Das Geschäftsjahr 2019 war schlimmer als befürchtet.

von
Oliver Gut
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Die finanzielle Situation des FC Basel bereitet seinem Präsidenten Bernhard Burgener keine Freude.

Die finanzielle Situation des FC Basel bereitet seinem Präsidenten Bernhard Burgener keine Freude.

KEYSTONE
FCB-Trainer Marcel Koller bekommt wohl kaum eine Lohnerhöhung. Wenn er dann über die Saison hinaus bei Basel bleiben darf.

FCB-Trainer Marcel Koller bekommt wohl kaum eine Lohnerhöhung. Wenn er dann über die Saison hinaus bei Basel bleiben darf.

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Europäisch sind die Basler in der Europa League noch vertreten. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt gewannen sie 3:0. Das Rückspiel wurde wegen der Corona-Epidemie verschoben.

Europäisch sind die Basler in der Europa League noch vertreten. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt gewannen sie 3:0. Das Rückspiel wurde wegen der Corona-Epidemie verschoben.

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Gezwungen von den Lizenzbestimmungen der Swiss Football League und der Uefa hat der FC Basel hinsichtlich der Saison 2020/21 auf seiner Webseite und ohne Hinweis seine finanziellen Kennzahlen veröffentlicht. Was da Schwarz auf Weiss steht, hat es in sich und ist schlimmer, als es zuvor schon von den Medien beschrieben worden war: Das Gesamtkonstrukt FC Basel (Holding, AG, Verein und Stadiondienst) schrieb im Geschäftsjahr 2019 einen Verlust von 19,6 Millionen Franken. Das ist Rekord.

Auch wenn diese Zahl nicht 1:1 auf die Profifussball-Abteilung übertragbar ist, so dürfte dieser Verlust ungefähr jener wirtschaftlichen Bilanz entsprechen, welche die FC Basel 1893 AG unter Präsident Bernhard Burgener und CEO Roland Heri im 2019 auswies. Denn um deren Eigenkapital von rund 16 Millionen Franken und damit deren finanziellen Handlungsspielraum zu wahren, wurden von der Dachgesellschaft, der FC Basel 1893 Holding AG, gemäss Bericht 18,7 Millionen Franken in die FC Basel 1893 AG überführt.

Reserven aus der Ära Heusler praktisch aufgebraucht

Das bedeutet auch: Der FCB hat bereits per Ende 2019 nahezu seine gesamten Reserven aufgebraucht, die er per Ende 2016 und dem letzten vollen Geschäftsjahr der Ära von Bernhard Heusler gebildet hatte. Denn schon zuvor war Verlust geschrieben worden: Ende 2017 rund neun Millionen Franken, Ende 2018 rund zwölf Millionen Franken. Dies, zumal das Eigenkapital der AG nicht allein aus flüssigen Mitteln besteht. Da verwundert es nicht, wenn Präsident Burgener in der Corona-Krise feststellte, dass man aufgrund der Situation nur noch bis maximal im Oktober kein Liquiditätsproblem habe. Und das auch nur, wenn im Sommer ausstehende Transferzahlungen auf dem rotblauen Konto eingehen.

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35 Kommentare
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Mkbs

21.06.2020, 17:43

BURGENER RAUS!!

NANDO

04.06.2020, 15:06

Schaut her, der grosse Fc Basel ist nun auch in einer solchen Situation wie alle andern Klubs schon Jahre sind! Jetzt muss man halt auch kleinere Brötchen backen!!

Rampass

04.06.2020, 07:53

Abgang mit Anstand, eine Tugend die nicht für alle zutrifft. Herr Burgener gehen Sie wirklich erst wenn die Mitglieder Sie mit Schimpf und Schande vom Hofe jagen? Ich fordere Sie auf treten Sie zurück sofort geben Sie die Führung ab, Sie haben jetzt lange genug bewiesen dass es mit Ihnen nicht geht. Wenn Sie jetzt gehen und eingestehen, vor allem sich selber, dass Sie mit der Führung des FCB überfordert sind zeigen Sie wenigstens Grösse.