Erneutes Hochrisikospiel: FCB zurück im Letzigrund
Aktualisiert

Erneutes HochrisikospielFCB zurück im Letzigrund

Das Super-League-Spiel GC - FCB gilt nach den Krawallen beim Match gegen den FCZ als Hochrisikospiel. Die Polizei hat ihr Dispositiv angepasst.

von
Denise Dollinger

Genau eine Woche nach den schweren Auseinandersetzungen spielt der FCB übermorgen erneut im Letzigrund. Laut Marco Bisa, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei, ist man auf der Hut: «Aufgrund der letzten Ereignisse und der Tabellenlage gehen wir von einem Hochrisikospiel aus. Darum haben wir ein Grossaufgebot im Einsatz», sagt er. Hinweise, dass FCZ-Hooligans trotz des Spiels ihrer eigenen Mannschaft in Bellinzona in Zürich bleiben, um erneut Krawalle anzuzetteln, gebe es aber keine.

Die Fans des FCB werden wie gewohnt mit dem Extrazug nach Zürich Alt­stetten gelangen, einer der Hot Spots vom letzten Sonntag. Bisa: «Um erneute Tumulte am Bahnhof zu verhindern, arbeiten wir mit den SBB, den Verkehrsbetrieben Zürich und dem Stadionmanagement zusammen.» Der Stadionmanager Peter Landolt erwartet rund 10 000 Zuschauer im Letzigrund. Wie beim FCZ-Match wird auch am Sonntag nur Light-Bier ausgeschenkt. Mit scharfen Eingangskontrollen, Stichproben, Videoüberwachungen und Szenenkennern will Landolt verhindern, dass sich die Krawalle wiederholen. «Wir werden alles unternehmen, damit es friedlich zu und her geht», sagt Landolt. Bei der Fanarbeit Basel schweigt man sich zu speziellen Vorkehrungen aus.

Hoogan: Viele Basler Fans

Die Anhängerschaft des FCB führt mit 81 eingetragenen Personen die Hooligandatenbank Hoogan an. Dies vor dem FC Luzern (65) und FC St. Gallen (40). 2007 kamen 20 neue Basler Hooligans dazu. Landesweit hat sich die Zahl laut der Bundespolizei Fedpol gegenüber dem Vorjahr auf 506 Personen praktisch verdoppelt. Rund 185 von ihnen waren Ende 2008 mit einem Stadionverbot, 164 mit einem Rayonverbot belegt.

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